Darmstadt 98 hat nach zuletzt elf sieglosen Pflichtspielen endlich mal wieder gewonnen. Auch wenn es gegen Regionalligist Jena knapp war, sorgt der Erfolg für Entspannung, bevor es in der zweiten Liga wieder ernst wird.
Lilien-Coach Florian Kohfeldt war mit dem Spiel in Jena zufrieden.
Bild © IMAGO / Picture Point LE

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Als der Einzug in die zweite Runde des DFB-Pokals perfekt war, atmeten beim SV Darmstadt 98 alle einmal tief durch. „Es war ein riesiger Pokalfight in einer tollen Atmosphäre mit einer sehr guten Mannschaft aus Jena, die uns alles abverlangt hat“, sagte SVD-Trainer Florian Kohfeldt nach dem knappen 2:1-Sieg beim Regionalligisten am ARD-Mikrofon. „Es war richtig schön, hier zu spielen. Es war emotional, aber sehr fair.“
Die Lilien durften endlich mal wieder mit einem guten Gefühl vom Platz gehen, denn der Erfolg in Jena war der erste Pflichtspielsieg seit März. Auch in den ersten beiden Spielen in der neuen Zweitliga-Saison war nur ein Punkt herausgesprungen. „Ein Unentschieden, ein Sieg, eine Niederlage“, rechnete Kohfeldt die Ausbeute inklusive Pokal vor und sinnierte: „Ist es ein Traumstart? Weiß ich nicht. Aber für die neu zusammengestellte Mannschaft sage ich: Okay, wir können in Ruhe weiterarbeiten.“
Schuhen: Ging nur ums Gewinnen
Der Weg zur Ruhe war aber durchaus steinig. Zwar hatten die Lilien mit dem 1:0 durch Stürmer Milan Smit nach elf Minuten den besseren Start, mussten in der 38. Minute aber ein echtes Traumtor schlucken. „Wahrscheinlich das Tor des Monats“, sagte Kohfeldt anerkennend in Richtung von Elias Löder, der aus über 30 Metern zugeschlagen hatte. „Also ich würde ihn wählen.“ Auch SVD-Torwart Marcel Schuhen, der deutlich vor seinem Kasten gestanden hatte, konnte nur noch staunen: „Von meiner Position mache ich nicht viel falsch, weil ja auch ein Steckpass kommen kann. Er trifft ihn perfekt. Ein schönes Tor.“

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Die Gäste aus Südhessen ließen sich davon jedoch nicht beeindrucken und schlugen durch Lance Duijvestijn nur zwei Minuten später zurück. Im Anschluss passierte auf beiden Seiten nicht mehr viel, das Ergebnis fiel entsprechend knapp aus. Ein Zwei-Klassen-Unterschied war, auch dank der wacker kämpfenden Gastgeber aus der Regionalliga Nordost, selten sichtbar. „Für uns ging es heute nur ums Gewinnen“, gab Schuhen zu. „Das hat man gesehen. Auch hinten raus waren uns, ehrlich gesagt, die spielerischen Elemente total egal.“
Smit und Duijvestijn stark im Zusammenspiel
Neben dem Ergebnis und dem Gefühl, nach saisonübergreifend elf vergeblichen Anläufen wieder ein Spiel gewonnen zu haben, konnten die Lilien noch weitere positive Erkenntnisse mitnehmen. Allen voran die beiden Niederländer Smit und Duijvestijn, die prächtig harmonierten und sich gegenseitig die Tore auflegten. Aber auch Youngster Manolo Merx hinterließ nur wenige Tage nach seinem 18. Geburtstag einen guten Eindruck bei seinem Startelfdebüt. Nur frei vor dem Tor war das Eigengewächs noch zu nervös und vergab kläglich die Chance auf ein zwischenzeitliches 2:0.

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„Wir wollen weiter am Offensivspiel feilen“, gab Kohfeldt die Richtung vor. „Defensiv waren wir die letzten Wochen eigentlich stabil.“ Ob die Stabilität und auch die neu gewonnene Ruhe in der zweiten Liga anhalten, wird sich am kommenden Sonntag zeigen: Um 13.30 Uhr kommt Hannover 96 ans Böllenfalltor.
Quelle: https://www.hessenschau.de/sport/fussball/darmstadt-98/erster-sieg-seit-maerz-darmstadt-98-verschafft-sich-etwas-ruhe-v1,lilien-nach-jena-100.html




