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Fehlstart droht: HSG Wetzlar früh unter Druck in Handball-Bundesliga

Fehlstart droht: HSG Wetzlar früh unter Druck in Handball-Bundesliga

Die Handballer der HSG Wetzlar wollen unbedingt eine bessere Bundesliga-Saison als die vergangene erleben. Nach zwei Auftakt-Niederlagen steht das Team daher früh unter Druck.


Die Spieler der HSG Wetzlar bedanken sich bei ihren mitgereisten Fans.
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„Ich glaub‘, es geht schon wieder los – das darf doch wohl nicht wahr sein.“ Der deutsche Klassiker von Roland Kaiser wird in diesen Tagen offenbar auch zu einem der HSG Wetzlar. Dabei hatten sich die Erstliga-Handballer aus Mittelhessen doch so viel mehr Erquickliches vorgenommen. Zum Beispiel mit einem Sieg gegen Aufsteiger Bietigheim in die Saison zu starten. Oder beim ersten Auswärtsauftritt in Lemgo eine gute Leistung zu zeigen. Und überhaupt diese vermaledeite Vorsaison samt Haarscharf-Klassenerhalt mit einem gelungenen Auftakt sofort aus den Köpfen zu bekommen. Pustekuchen.

Zwei Spiele, zwei schwache Auftritte, zwei Niederlagen. „Leider sind wir durch technische Fehler oder Fehlwürfe arg in die Bredouille gekommen“, sagte Trainer Rúnar Sigtryggsson nach der 27:31-Pleite beim TBV Lemgo Lippe am Donnerstagabend. Erwartbar war die Niederlage zwar, ernüchternd in Teilen die eigene Leistung aber ebenfalls.

Leichte Fehler kosten Zählbares

Gerade Mitte der ersten Hälfte gaben die Gäste die Partie völlig aus der Hand, wurde im Angriff der Ball viel zu leicht hergegeben und Lemgo zu schnellen Gegenstößen eingeladen. Pausenstand: ein desolates 9:16 aus Wetzlarer Sicht. Da half es auch nichts, dass die HSG nach dem Seitenwechsel durchaus Charakter bewies und Ergebniskosmetik betrieb.

Zwar schnupperten die Mittelhessen in der Schlussphase sogar noch einmal kurz an etwas Zählbarem, vor allem weil Lemgo arg lässig agierte, wirklich drin war für die Gäste aber ehrlicherweise nichts mehr. „Lemgo hatte das Spiel sicherlich im ersten Durchgang schon fast entschieden“, sagte auch Trainer Sigtryggsson.

Verletzte Unterschiedsspieler

Die Gründe liegen neben einer gewiss nicht gerade vor Selbstvertrauen strotzenden Mannschaft wohl auch in den mittelgroßen Verletzungssorgen. So musste Spielmacher Dominik Mappes kurzfristig wegen einer Rippenprellung passen, auch Kreisläufer und HSG-Kapitän Josip Simic (Muskelfaserriss) fehlt derzeit. Da sind schon zwei Unterschiedsspieler für die HSG. Zu allem Überfluss zog sich auch noch Jona Schoch einen Cut am Auge zu, absolvierte die Partie also angeschlagen.

Dass beide Torhüter, László Bartucz und Bart Ravensbergen, zu wenig Würfe zu fassen bekamen, passte ins Bild. Immerhin: Mit dem talentierten Niklas Theiß (sechs Tore), der vielleicht sogar einer fürs deutsche Nationalteam wäre, und dem erfahrerenen Nikolaj Laeso (sieben Tore) konnten beide Rückraum-Halben überzeugen. Letztlich aber fehlte es in Lemgo an der quantitativen Qualität.

Wichtiges Heimspiel gegen Eisenach

Von einem Fehlstart zu sprechen, wäre noch ein bisschen zu früh – viel allerdings fehlt nicht mehr. Kommenden Montag (19 Uhr) ist die HSG im Heimspiel gegen den ThSV Eisenach gefordert, der ebenfalls mit zwei Niederlagen und schwachen Leistungen gestartet ist. Ein Wetzlarer Sieg muss das erklärte Ziel sein, zumal die darauffolgenden Aufgaben kompliziert sein könnten. Namentlich geht’s gegen dann gegen den SC Magdeburg und den VfL Gummersbach.

Quelle: https://www.hessenschau.de/sport/handball/hsg-wetzlar/fehlstart-droht-hsg-wetzlar-frueh-unter-druck-in-handball-bundesliga-v1,wetzlar-start-100.html

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