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Hessen Kassel gegen Kickers Offenbach: „Alles rausknallen“ im Traditionsduell

Hessen Kassel gegen Kickers Offenbach: „Alles rausknallen“ im Traditionsduell

Kickers Offenbach führt – etwas überraschend – die Tabelle der Regionallga Südwest an. Das sollte am Ende einer Englischen Woche die schweren Beine leichter machen. Ein Pluspunkt fürs Traditionsduell bei Hessen Kassel.


Im Duell zwischen Kassel und Offenbach stecken traditionell viele Emotionen drin – hier die Fans des KSV.
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00:28 Min.
||Robin Niehaus

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Für einen ausgelassenen Jubel reichten die Kräfte der abgekämpften Viertligafußballer von Kickers Offenbach gerade noch. Von links nach rechts schunkelten sie am Mittwochabend – und wieder zurück. „OFC, OFC, OFC“-Rufe hallten ihnen von der sehr gut gefüllten Stehtribüne entgegen. Die Stimmung, sie hätte nicht besser sein können. „Wenn der Bieberer Berg ein Dach gehabt hätte, wäre es weggeflogen“, sagte der äußerlich wie immer gelassene, innerlich aber doch überaus stolze Kickers-Trainer Mark Zimmermann wenig später.

Das 3:2 gegen den hessischen Konkurrenten TSV Steinbach Haiger hatte Spuren hinterlassen. Mit 0:2 lagen die Offenbacher früh zurück und drehten mit einer Willensleistung die Partie. „Wir haben alles reingeknallt“, so Zimmermann. Entsprechend abgekämpft sackten einige Spieler nach dem erlösenden Abpfiff zu Boden.

Viele Spiele in wenigen Tagen

Den nächsten Dreier eingefahren, die Tabellenführung der Regionalliga Südwest mit nun 16 Zählern aus sechs Spielen gefestigt und ein alljährlich wiederkehrendes Highlight am Freitagabend (19 Uhr) vor der Brust: das Prestigeduell bei Hessen Kassel. Der „Nord-Süd-Gipfel“, wie der heimische KSV die Partie im Vorfeld bezeichnete, wird für beide Teams das dritte Pflichtspiel binnen sieben Tagen sein.

Aus Sicht des Offenbacher Trainers wird es daher nicht nur auf fußballerische Belange ankommen, sondern vor allem auf die mentale Verfassung. „Es geht einfach darum, dass du nicht viel nachdenkst, sondern das eine Spiel annimmst.“ Zimmermanns Motto: Birne ausschalten, „alles rausknallen“. Gegen Steinbach Haiger haben die Kickers auch mit viel Wille eine hohe Hürde überwunden.

Dass die Kickers zu einem für viele doch überraschenden Höhenflug in dieser Frühphase der Saison angesetzt haben, sie mit einem günstigeren Kader im Vergleich zu den vergangenen Jahren plötzlich dort sind, wo sie es vorher nie dauerhaft hinpackten, dürfte für das angesprochene Vorhaben hilfreich sein. Im Erfolg fallen die Schritte nun einmal leichter, geht vieles einfacher und ohne den ganz großen Druck vom Fuß. Zimmermann rechnet in Kassel mit einem „brisanten Spiel, das von Emotionalität geprägt sein wird“.

Kassel wie in einer Achterbahn

Deutlich weniger als beim OFC flutscht es in Kassel. Der KSV Hessen bewegt sich bisher wie in einer Achterbahn durch die Saison – die Englische Woche kann dafür als Sinnbild herhalten. Erst schoss die Mannschaft von Trainer René Klingbeil den SV Sandhausen mit 5:2 aus dem Auestadion, dann verlor sie mit 0:2 beim FSV Frankfurt.

Fußballerisch war das in Ordnung am Bornheimer Hang, bis ins letzte Drittel des Feldes gefällig, die Konsequenz aber ging den Nordhessen ab. Viel Aufwand, null Ertrag. „Auswärts haben wir schon unsere Probleme“, gestand auch Trainer Klingbeil.

Kassels Herangehensweise: „Mund abputzen“

Im eigenen Stadion gewann der Tabellenzehnte dagegen zwei seiner drei Spiele, immerhin. „Mund abputzen, es steht ein wichtiges Spiel an“, gab Klingbeil noch in Frankfurt die Marschroute für den Freitag vor: „Wir müssen versuchen, das Heimspiel durchzubringen.“ Unabhängig davon, dass der nächste Gegner das aktuelle Nonplusultra der Regionalliga ist. Klingbeils simpler Ansatz: „Einfach durchboxen.“ Im übertragenen Sinne, versteht sich.

Quelle: https://www.hessenschau.de/sport/fussball/regionalliga/hessen-kassel-gegen-kickers-offenbach-alles-rausknallen-im-traditionsduell-v1,regionalliga-ofc-kassel-100.html

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