Sport

JC Wiesbaden wird bei Sterne des Sports von Olaf Scholz ausgezeichnet.

JC Wiesbaden wird bei Sterne des Sports von Olaf Scholz ausgezeichnet.

Robertson Linsner betonte die Bedeutung von „Wertschätzung“, als er von der Preisverleihung beim Bundesfinale der „Sterne des Sports“ sprach. Der Judo-Club Wiesbaden wurde für sein Patenprogramm für ukrainische Kinder und Jugendliche ausgezeichnet. Der vierte Platz bei der Preisverleihung brachte dem Verein ein Preisgeld von eintausend Euro ein. Bereits im vergangenen Jahr wurde der Klub mit dem „Judo for Peace Award“ des Internationalen Judo-Bundes ausgezeichnet.

Die Initiative des Judo-Clubs Wiesbaden begann nach einem Notruf des ukrainischen Judotrainers Kyrylo Vertynskyi. Der alte Schulbus aus der zerstörten Stadt Saporischschja wurde nach Hessen gebracht, wodurch dreißig Kinder ein neues Leben beginnen konnten. Ein Patenprogramm wurde für die verbliebenen zwanzig Jugendlichen in Wiesbaden aufgestellt. Der Klub kümmert sich um ihre Integration und Zusammenleben in Deutschland.

Die Freiwilligen des JC Wiesbaden begleiten die Jugendlichen bei Behördengängen, Sprachunterricht und im Alltag. Das Förderprogramm „Sport integriert Hessen“ ermöglichte es dem Verein, Vertynskyi und den ehemaligen Leistungssportler Stanislav Bondarenko als Trainer zu integrieren. Bei der Preisverleihung in Berlin erkannte Linsner, dass es viele Gleichgesinnte gibt, die sich für unterschiedliche soziale Initiativen engagieren.

Die Reise nach Berlin motivierte Linsner, auch in Wiesbaden mehr Farbe zu bekennen und seine Standpunkte klarer zu vertreten. Er beteiligte sich erstmals an einer Demo gegen die AfD und den befürchteten Rechtsruck in der Gesellschaft. Die langfristige Umsetzung seiner Initiative „Stronger together“ ist ihm ein wichtiges Anliegen.

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