Der frühe Wintereinbruch hat schweren Schneefall und vereiste Straßen nach Nordeuropa gebracht, wobei die deutschen Medien mindestens zwei Todesfälle und Kinder berichten, die über Nacht in einer Schule festsaßen. Besonders betroffen war der westliche Bundesstaat Hessen von dem Schnee und den vereisten Straßen, mit Stromausfällen aufgrund umgestürzter Bäume an manchen Orten, berichtete die Nachrichtenagentur dpa. Überall in Hessen wurden Verkehrsunfälle gemeldet und Bäume brachen unter der Last des Schnees zusammen. Autofahrer steckten in ihren Autos im Rheingau-Taunus-Kreis fest und etwa hundert Personen mussten in der Nähe der Stadt Eltville aufgrund umgestürzter Bäume gerettet werden. In der nahegelegenen Stadt Wiesbaden wurden viele Straßen geschlossen. Schüler und Mitarbeiter einer Schule mussten die Nacht in dem Gebäude verbringen, da die Schulbusse nicht mehr fuhren. Feuerwehrleute richteten Schlafgelegenheiten für die 55 gestrandeten Personen ein, darunter 27 Kinder.
Das winterliche Wetter sorgte auch anderswo im Land für Chaos. Es gab zahlreiche Berichte über Verkehrsunfälle in Berlin und im angrenzenden Bundesland Brandenburg. Im benachbarten Sachsen-Anhalt rutschte ein Schulbus mit 16 Kindern an Bord aufgrund der rutschigen Straßenoberfläche am Dienstagmorgen in den Graben. Ein Kind wurde verletzt. Im südwestlichen Bundesland Baden-Württemberg wurde ein 71-jähriger Mann bei einem Frontalzusammenstoß auf einer glatten Straße am Montagabend getötet, während eine 54-jährige Autofahrerin bei einem Unfall auf einer vereisten Straße im benachbarten Bundesland Rheinland-Pfalz ums Leben kam, berichtete die dpa. Die Temperaturen lagen auch in fast ganz Schweden, Dänemark und Norwegen weit unter dem Gefrierpunkt. Mehrere Orte an der Westküste Norwegens verzeichneten am Montag Rekordtiefstwerte für den Monat, so der öffentliche Rundfunksender NRK.


