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Kita in Gießen: Erzieher soll mit KI Pornos von Kindern erstellt haben

Kita in Gießen: Erzieher soll mit KI Pornos von Kindern erstellt haben

Ein Erzieher soll Fotos von Kindern aus einer Gießener Kita genutzt haben, um mit Künstlicher Intelligenz sogenannte „Deepfake“-Pornos zu erstellen. Unklar ist noch, woher er die Bilder hatte.


Bild © picture alliance/dpa | Philip Dulian


Ein 32 Jahre alter Erzieher einer Kita in Gießen soll Fotos von dort betreuten Kindern benutzt haben, um kinderpornografische Fotos und Videos zu generieren. Entsprechende Ermittlungen bestätigte die Staatsanwaltschaft Gießen auf Anfrage des hr.

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|Lena Lachnit

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Es gehe um den Verdacht des Erwerbs, des Besitzes und der Verbreitung kinderpornografischer Inhalte. Zuerst hatten Gießener Anzeiger und Gießener Allgemeine berichtet.

Von US-Organisation aufmerksam gemacht

Der Träger der Kindertagesstätte, der Sozialdienst katholischer Frauen Gießen (SkF), kündigte dem Mann demnach unverzüglich. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft liegen derzeit keine belastbaren Hinweise auf einen Realmissbrauch vor – also darauf, dass er sich körperlich an Kindern vergangen hat.

Die Ermittlungsbehörden wurden von der gemeinnützigen US-Organisation „National Center for Missing & Exploited Children“ auf den Mann aufmerksam gemacht.

Täuschend echte Darstellungen

Kriminalpolizei und Kita informierte die Eltern in der vergangenen Woche über den Stand der Ermittlungen. Der Mann soll demnach künstliche Intelligenz (KI) und andere technische Mittel benutzt haben, um aus Kinderfotos täuschend echte kinderpornografische Darstellungen zu erzeugen.

Woher der Mann die Fotos hatte, ist laut Staatsanwaltschaft Gegenstand der Ermittlungen. Sie sollen nach Angaben des SkF nicht aus dem Kita-Kontext stammen. Der Beschuldigte schweigt bisher zu den Vorwürfen, teilte die Staatsanwaltschaft weiter mit. Weil es keine Haftgründe gebe, befinde er sich derzeit auf freiem Fuß.

Notfallseelsorger im Einsatz

Nach dem Hinweis der US-Organisation habe die Polizei Anfang des Jahres die Ermittlungen aufgenommen, auf richterliche Anordnung die Wohnung des Beschuldigten durchsucht und über 20 Datenträger sichergestellt. Diese würden derzeit ausgewertet. Bei einer ersten Sichtung seien unter anderem die KI-generierten Fotos und Videos gefunden worden.

Auf Bitten der Staatsanwaltschaft bewahrte der SkF nach eigenen Angaben bis vergangene Woche über das laufende Ermittlungsverfahren Stillschweigen. Zudem habe sich das Team Hilfe von einer Beratungsstelle gegen sexuellen Missbrauch sowie Notfallseelsorger geholt.

Quelle: https://www.hessenschau.de/panorama/kita-in-giessen-erzieher-soll-mit-ki-pornos-von-kindern-erstellt-haben-v1,erzieher-erstellt-deepfakes-giessen-100.html

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