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Klarer Sieg bei US Open – Tim Pütz stürmt ins Doppel-Finale

Klarer Sieg bei US Open – Tim Pütz stürmt ins Doppel-Finale

Der Usinger Tim Pütz steht gemeinsam mit seinem Partner Kevin Krawietz im Finale der US Open. Beim größten Turnier im Profi-Tennis winkt den beiden nach einem ungefährdeten Sieg im Halbfinale nun der erste Grand-Slam-Titel – und eine stattliche Summe Preisgeld.


Tim Pütz (l.) steht mit seinem Doppel-Partner Kevin Krawietz im Finale der US Open.
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Es wäre der größte Erfolg in der Karriere des deutschen Davis-Cup-Duos. Und das Halbfinale geriet zu einer Art Machtdemonstration. Tim Pütz und Kevin Krawietz bezwangen die dreimaligen New-York-Champions Rajeev Ram (USA) und Joe Salisbury (Großbritannien) überraschend klar mit 6:3 und 6:4 und sorgten für offensichtlichen Frust bei den Kontrahenten. Bereits nach 1:18 Stunden war der Erfolg für die hessisch-bayerische Co-Prduktion perfekt.

Gegner schlägt frustriert Ball auf Tribüne

Krawietz und Pütz zeigten von Beginn an eine starke Leistung und gaben in der kompletten Partie nicht ein einziges Mal ihren Aufschlag ab. Als das deutsche Duo im zweiten Satz ein frühes Break zum 2:1 schaffte, drosch Salisbury den Ball frustriert auf die Tribüne des größten Tennis-Stadions der Welt. Dieser emotionale Ausbruch beeindruckte das deutsche Duo allerdings nicht, der Sieg war zu keiner Zeit gefährdet.

Für Krawietz und Pütz ist der erste gemeinsame Doppeltitel bei einem Grand Slam-Turnier nun nur noch einen Sieg entfernt. Vor zwei Jahren hatten Krawietz und Pütz gemeinsam in der amerikanischen Metropole im Doppelfinale gegen die Australier Max Purcell und Jordan Thompson verloren. Nun geht es am Samstag im Arthur-Ashe-Stadium gegen die Australian-Open-Sieger Christian Harrison (USA) und Neal Skupski (Großbritannien).

Eine Million Dollar Preisgeld

Neben dem ersten gemeinsamen Grand-Slam-Titel geht es für die Deutschen auch um ein Preisgeld von einer Million US-Dollar (rund 860.000 Euro). Die beiden erfahrenen Profis wollen es diesmal besser machen als bei der Endspiel-Niederlage vor zwei Jahren in New York. „Es hilft auf jeden Fall, dass wir schon mal ein Finale in dem Stadion gespielt haben. Wir sind lange genug dabei, dass wir uns da nicht in die Hose machen“, sagte der Coburger Krawietz.

„Der Stellenwert ist hoch. Das ist das Einzige, was uns irgendwie noch fehlt“, sagte der 38-jährige Pütz zum möglichen Titelgewinn. „Ich empfinde aber keine Torschlusspanik.“ Krawietz hat mit seinem früheren Doppelpartner Andreas Mies schon zweimal die French Open gewonnen, Pütz holte mit der Japanerin Miyu Kato den Mixed-Titel 2023 bei den French Open. Ihren größten gemeinsamen Erfolg feierten beide mit dem Titel bei den ATP-Finals 2024.

US-Legende tränenreich in Tennis-Rente verabschiedet

Mit dem Sieg im Halbfinale beendeten beide auch die ruhmreiche Grand-Slam-Karriere des dreimaligen US-Open-Champions Ram. Der 42-Jährige wurde in einer Zeremonie nach dem Spiel verabschiedet und weinte dabei mehrfach. „Er kann aufhören im Halbfinale seines Heim-Grand-Slams, viel besser geht’s nicht“, sagte Pütz voller Respekt über die „Legende“, die insgesamt sechs Grand-Slam-Titel gewonnen hat.

Angesprochen auf die Parallelen zum Zitat von Andy Roddick aus dem Jahr 2006, als dieser nicht die Karriere der US-Ikone Andre Agassi vor Heimpublikum beenden wollte, weil sich das anfühlen würde, als habe man „Bambi erschossen“, meinte Pütz augenzwinkernd: „Gut, dass wir Bambi so erschossen haben. Ich glaube, das wäre Bambi recht gewesen.“ Ein Doppel-Erfolg in New York – das wäre nun Pütz allemal recht.

Quelle: https://www.hessenschau.de/sport/mehr-sport/klarer-sieg-bei-us-open—tim-puetz-stuermt-ins-doppel-finale-v1,puetz-finale-us-open-100.html

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