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Nach Flucht aus Ukraine: 17-Jähriger findet Judo-Ersatzfamilie in Wiesbaden

Nach Flucht aus Ukraine: 17-Jähriger findet Judo-Ersatzfamilie in Wiesbaden

Kyrylo Kravtsov ist nach seiner Flucht aus der Ukraine vor zwei Jahren nun Südwestdeutscher Meister im Judo. Beim Judo Club Wiesbaden hat der 17-Jährige nicht nur sportlich, sondern auch eine neue Heimat gefunden. Nachdem der Krieg in der Ukraine begann, musste er das Sportinternat in Saporischschja verlassen und floh mit rund 30 anderen Jugendlichen in einem alten Schulbus nach Wiesbaden.

In Wiesbaden wurde Judo zur Brücke zwischen Kyrylo’s Heimatland und Deutschland. Er gehört nun zum Judo Club Wiesbaden und hat dort ein Zuhause gefunden. Neben dem Sport wird er von deutschen Coaches und Freiwilligen unterstützt, die ihm bei Behördengängen und Deutschkursen helfen. Er fühlt sich in Wiesbaden als Teil einer Familie.

Obwohl Kyrylo in Deutschland Fuß fassen möchte, denkt er oft an seine Familie und sein Zuhause in der Ukraine. Sein Bruder kämpft noch immer bei der Armee, was ihn manchmal mit Heimweh erfüllt. Dennoch möchte er sein zukünftiges Leben in Deutschland aufbauen, indem er seinen Deutschkurs abschließt und einen Ausbildungsplatz in Wiesbaden sucht. Er hat bereits große Erfolge im hessischen Judo erzielt und strebt weiterhin nach Goldmedaillen.

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