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Noah Atubolu in Frankfurt ein Thema: Torwart-Frage rüttelt Eintracht seit Jahren durch

Noah Atubolu in Frankfurt ein Thema: Torwart-Frage rüttelt Eintracht seit Jahren durch

Eine klare Nummer eins im Tor ist ein Ruhepol in jeder Fußballmannschaft. Seit knapp zwei Jahren fehlt der Eintracht diese Ruhe. Trapp, Santos, Zetterer und jetzt vielleicht Atubolu. Die Torwartfrage wirbelt die Frankfurter schon länger durcheinander.


Trapp, Atubolu, Santos und Zetterer (v.l.n.r.)
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|Carsten Schellhorn

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Der Torwart-Schlamassel bei der Eintracht begann – streng genommen – eigentlich schon vor knapp zwei Jahren. Am 14. September 2024 spielte Eintracht Frankfurt in Wolfsburg. Kurz vor der Pause griff sich Stammtorhüter und Kapitän Kevin Trapp nach einem Abschlag an den Oberschenkel. Diese Szene war der Anfang von allem in der Torwartfrage. Denn für den verletzten Trapp kam ein junger Brasilianer in den Kasten: Kaua Santos, der – nach überragenden Trainingsleistungen – nun sein Können auch in der Bundesliga zeigen durfte.

Der Brasilianer, der bereits 2023 nach Frankfurt kam und dort zuerst behutsam aufgebaut wurde, hielt stark bis überragend gegen Wolfsburg, Gladbach, Besiktas, Kiel und Bayern, leistete sich gegen Pilsen beim Herauslaufen allerdings einen großen Patzer. Insgesamt zeigte Santos aber, dass er der Mann der Zukunft sein könnte, auch wenn der wiedergenesene Trapp nach fünf Spielen Pause erst einmal wieder ins Tor kam und Santos auf der Bank Platz nahm. Doch im Frühjahr 2025 schlug das Torwart-Pendel wieder um.

Kreuzbandriss bei Santos

Trapp geriet nach schwachen Spielen unter anderem im Europapokal-Hinspiel gegen Ajax Amsterdam langsam in die Kritik. Als ihn auch noch Schienbeinprobleme plagten, kam die Stunde von Santos. Der Brasilianer zeigte überragende Spiele im Rückspiel gegen Amsterdam, beim 3:1-Sieg in Bochum und im Hinspiel in Tottenham, bei denen der Keeper die Eintracht durch seine Paraden jeweils fast im Alleingang rettete.

Doch so kometenhaft Santos aufstieg, so schnell ging er ein erstes Mal unter: beim Viertelfinal-Rückspiel gegen Tottenham. Der Brasilianer rannte kurz vor der Pause unkontrolliert aus seinem Tor. Mit fatalen Folgen: Santos rempelte den Gegenspieler um. Mit dem Foul-Elfmeter-Tor warf Tottenham die Eintracht aus der Europa League. Schlimmer noch: Der Torwart zog sich bei der Aktion einen Kreuzbandriss zu.

Torwartwechsel: Trapp – Santos – Trapp – Santos – Zetterer – Santos- Zetterer – Santos – ?

Doch klar wurde im Frühjahr 2025 auch, dass die Eintracht langfristig auf Santos als Nummer 1 setzen würde. Sehr zum Missfallen von Trapp. Der machte sich seine Gedanken und wechselte im Sommer 2025 zu Paris FC. Damit wechselten auch seine Führungsqualitäten in der und außerhalb der Kabine. Die Ruhe im Eintracht-Tor war vorbei.

Santos indes verzichtete auf eine Kreuzband-OP und stand schon im September 2025 und damit viel zu früh wieder im Tor. Der Brasilianer wirkte unsicher und leistete sich zahlreiche Fehler. Die Folge war ein abermaliger Torwart-Wechsel. Für Santos kam Michael Zetterer, den die Eintracht aus Bremen geholt hatte, ins Tor. Bis der damalige Trainer Dino Toppmöller Anfang 2026 wieder auf Santos setzte. Allerdings nur für zwei Monate. Nach einem Innenbandriss im Knie von Santos durfte erneut Zetterer bis zum Saisonende ran.

Hütter wollte schon früh einen externen Torwart

Dieses ganz Torwart-Wechsel-Dich-Spiel verfolgte Adi Hütter sehr aufmerksam noch aus der Ferne. Im Oktober 2025 war der Fußball-Lehrer in Monaco entlassen worden und die Eintracht, die er schon von 2018 bis 2021 trainiert hatte, interessierte ihn einfach. Als sich Hütter dann auch wieder professionell mit der Eintracht beschäftigte, als er Ende Mai als neuer Trainer verpflichtet wurde, brachte der Österreicher schon das nötige Fachwissen in Sachen Torhüter mit.

Vom ersten Tag an hinterlegte Hütter bei den Eintracht-Bossen, dass er nicht so überzeugt sei von dem Torhüter-Tandem Santos/Zetterer und sich doch bitte einen externen Torhüter wünsche. Doch die Eintracht hatte damals noch andere Personalprobleme, suchte Verteidiger, Stürmer und Sechser, da war eigentlich kein Geld für einen neuen Keeper da.

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Eintracht beschäftigt sich wohl schon länger mit Atubolu

Der Stimmungsumschwung kam nach dem 0:7 im Testspiel gegen Brentford und abermaligen Santos-Fehlern. Es gab ein neuerliches Torwart-Beben. Die Eintracht will einen neuen Torwart, Freiburgs Noah Atubolu soll der (kostspielige) Wunschkandidat sein. Eine Lösung, die sich auch der eigene Anhang wünscht: 68 Prozent der gut 10.000 Fans, die sich am Montag und Dienstag an einer Umfrage des hr-sport beteiligten, sprachen sich für Atubolu im Eintracht-Tor aus.

Die Eintracht soll sich dem Vernehmen nach schon länger mit der Personalie befasst haben. Wie zu hören ist, ist eine Verpflichtung zumindest im Bereich des Möglichen. Das ganz große Problem: Das aktuelle Preisschild ist für die Eintracht einfach zu groß. Die große Frage ist, ob sich an den Freiburger Forderungen bis Anfang September etwas ändert. Und was bei den Frankfurtern noch passiert. Die Bild-Zeitung berichtet am Dienstag, dass eine Ablösesumme von rund 15 Millionen Euro realistisch sein könnte.

Was passiert mit Zetter und Santos?

Klar ist: Unruhig ist die Lage in Frankfurt seit Montag und dem Atubolu-Beben sowieso schon jetzt. Doch was würde bei einer Verpflichtung des Freiburger Keepers mit den bisherigen Torhütern passieren? Der TV-Sender Sky und die Frankfurter Rundschau meldeten, dass der Premiere-League-Club Leeds United Zetterer will, weil ihr eigener Torwart vor dem Wechsel nach Italien stünde. Auch nach hr-sport-Infos hat der 31-Jährige einen Markt. Dem widersprach hingegen die Bild-Zeitung, die berichtete, dass Zetterer gerne in Frankfurt bleiben wolle und stattdessen Santos wechseln könnte.

Es bleibt also spannend in der Torwart-Frage. Doch die Sache ist dringend. Eine klare Nummer eins im Tor ist ein Ruhepol in jeder Fußballmannschaft. Seit knapp zwei Jahren fehlt der Eintracht diese Ruhe. Das hat auch der neue Trainer, Adi Hütter, erkannt.

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Sendung:
hessenschau.de, Torwart-Wechsel-Dich bei der Eintracht,

Quelle: hessenschau.de

Quelle: https://www.hessenschau.de/sport/fussball/eintracht-frankfurt/noah-atubolu-in-frankfurt-ein-thema-torwart-frage-ruettelt-eintracht-seit-jahren-durch-v1,das-torwart-beben-100.html

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