Noah Atubolu ist die neue Nummer eins von Eintracht Frankfurt. Das Zeug zum Führungsspieler bringt der Keeper mit. Auch zum Nationalspieler?
Noah Atubolu ist die neue Nummer eins von Eintracht Frankfurt
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So aufgeräumt präsentiert sich Atubolu bei seiner ersten Pressekonferenz in Frankfurt

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Nein, sonderlich langweilig dürfte Eintracht Frankfurts neuem Keeper Noah Atubolu in den vergangenen Tagen nicht gewesen sein. Erst am Donnerstag wurde der Deal nach Frankfurt eingetütet, mit allem, was dazugehört. „Es lief brutal schnell. Ich kam hierher und dann ging es zack, zack“, sagte Atubolu bei seiner Vorstellungs-Pressekonferenz am Mittwoch. „Medicals, Unterschrift, Individualtraining mit Jan Zimmermann. Am nächsten Tag das erste Training mit den Jungs, dann nach Berlin geflogen, gespielt.“ Und zack, zack, 3:3 gegen Union, hat die Eintracht eine neue Nummer eins.
Mit der Verpflichtung von Atubolu ist der Eintracht ein ziemlicher Coup gelungen, wahrscheinlich sogar der Königstransfer. Nach Jahren voller Unruhe zwischen den Pfosten hat die Eintracht nun wieder eine klare Nummer eins. Und möglicherweise auch einen neuen Führungsspieler. Atubolu blickt mit seinen 24 Jahren auf drei volle Saisons Bundesligafußball zurück, 95 Bundesliga- und 26 Europa-League-Spiele stehen zu Buche, Europacup-Finale inklusive. Bei seiner Vorstellung macht er einen aufgeräumten, klaren Eindruck.
Atubolu: „Es ist eine neue Rolle, in die ich hineinwachse“
Entsprechend ändert sich für Atubolu bei der Eintracht nun auch die Rolle, die er innerhalb der Mannschaft einnimmt. Galt er bei Freiburg noch als einer der jüngeren, ist das in der blutjungen Frankfurter Mannschaft anders. „Es ist anders als in Freiburg, die Mannschaft ist sehr jung. Es ist eine neue Rolle, in die ich hineinwachse. Ich will mehr Verantwortung übernehmen und habe schon eine gewisse Erfahrung“, so Atubolu.
Der vergangene Sommer dürfte dabei noch für die ein oder andere Erfahrung mehr gesorgt haben, Atubolu konnte die Schattenseiten des Business kennenlernen. Im Winter wechselte er unter großem Brimborium zu einer Berateragentur aus Abu Dhabi, die ihm einen Wechsel in die Premier League in Aussicht stellte. Viel dahinter war offenbar nicht, als die Angebote ausblieben, hatte Atubolu seinen Wechselwunsch aber schon kommuniziert, der SCF bereits Ersatz verpflichtet.

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Atubolu: „Es war keine einfache Zeit“
„Es ist viel passiert. Der Sommerurlaub war nicht so genussvoll, wie er hätte sein können. Es war keine einfache Zeit. Es sind Sachen passiert, die nicht gehen“, so Atubolu, ohne ins Detail zu gehen. Nach dem erneuten Beraterwechsel materialisierte sich dann der Transfer zu Eintracht Frankfurt. Für die Hessen ein Glücksfall. Und auch für den Keeper? „Ich bin glücklich, hier sein zu können, weil es ein geiler Verein ist. Ich mag den Verein sehr“, so Atubolu.
Nach der verrückten ersten Woche kehrt nun erst einmal wieder Normalität ein, nach seiner starken Leistung beim 3:3 gegen Union wartet das erste Heimspiel im neuen Wohnzimmer gegen den FC Augsburg. „Es wird eine richtig coole Zeit hier. Es ist eine richtig geile Truppe, die wir haben. Wenn wir zusammenwachsen und enger werden, dann kann das richtig gut werden“, so Atubolu.
Und vielleicht wird es dann ja auch endgültig was mit der Nationalmannschaft. 32 Länderspiele im Juniorenbereich hat Atubolu gemacht, auf das Debüt bei der A-Nationalmannschaft wartet der Schlussmann noch. „Der Schritt zur Eintracht war wichtig, weil ich spielen wollte und in Deutschland im Blickfeld bin. Über gute Leistungen in der Bundesliga steht und fällt alles“, so Atubolu. „Die Nationalmannschaft ist Bonus, ein Traum. Bei der WM war ich nicht dabei, aber jetzt werden die Karten neu gemischt.“
Quelle: https://www.hessenschau.de/sport/fussball/eintracht-frankfurt/noah-atubolu-in-frankfurt-neue-rolle-alte-ziele-v1,atubolu-132.html



