Ein 38-Jähriger soll in einem Parkhaus in Bad Homburg Autos angezündet und damit einen Großbrand ausgelöst haben. Zur Tatzeit war er laut einem Gutachten nicht voll schuldfähig. Das Landgericht Frankfurt soll jetzt über eine mögliche Unterbringung entscheiden.
Bei dem Brand in dem Parkhaus brannten elf Autos komplett aus.
Bild © Mike Seeboth (hr)
Knapp vier Monate nach einem Feuer in einem Parkhaus in Bad Homburg (Hochtaunus) mit einem Millionenschaden wirft die Staatsanwaltschaft dem mutmaßlichen Täter schwere Brandstiftung vor. Das Motiv des 38-Jährigen sei derzeit unbekannt, teilte die Anklagebehörde am Dienstag mit.
Laut einem psychiatrischen Gutachten sei er zur Tatzeit schuldunfähig oder erheblich vermindert schuldfähig gewesen. Über eine mögliche Unterbringung des wohnungslosen Mannes in einer psychiatrischen Klinik soll das Frankfurter Landgericht in einem sogenannten Sicherungsverfahren entscheiden.
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00:43 Min.|Heike Borufka
3,1 Millionen Euro Schaden
Der Mann soll der Staatsanwaltschaft zufolge zwei im Parkhaus Seedammbad abgestellte Fahrzeuge angezündet und damit einen Großbrand ausgelöst haben. Elf Fahrzeuge brannten vollständig aus, weitere 25 wurden beschädigt.
Insgesamt entstand ein Schaden von etwa 3,1 Millionen Euro. Davon entfielen 2,3 Millionen Euro auf das Parkhaus. Der Schaden an den Fahrzeugen wird laut Anklagebehörde auf 800.000 Euro geschätzt. Verletzt wurde bei dem Feuer niemand.
Zudem soll der 38-Jährige im April weitere Fahrzeuge in Bad Homburg angezündet haben. Diese seien jeweils nahezu vollständig ausgebrannt. Er wurde kurz darauf in einer Einrichtung für Wohnsitzlose in Bad Homburg festgenommen. Das Landgericht muss nun über die Eröffnung des Verfahrens entscheiden.
Quelle: https://www.hessenschau.de/panorama/parkhaus-brand-in-bad-homburg-motiv-des-brandstifters-bleibt-nach-monaten-unbekannt-v1,brand-parkhaus-bad-homburg-100.html



