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Sittiche breiten sich im Rhein-Main-Gebiet aus – und sorgen für Ärger

Sittiche breiten sich im Rhein-Main-Gebiet aus – und sorgen für Ärger

Grüne Sittiche breiten sich immer weiter im Rhein-Main-Gebiet aus und verursachen Probleme für Landwirte, die unter anderem Schäden an ihren Obstbäumen verzeichnen. Die Halsband- und Alexandersittiche, die aus Afrika und Asien stammen, sind seit den 1970er Jahren in Wiesbaden ansässig, nachdem sie aus Zoos entkommen sind. Ein Landwirt aus Wiesbaden-Erbenheim berichtet von den Schäden an seiner Ernte durch die Sittiche, die durch herkömmliche Abwehrmaßnahmen wie Vogelscheuchen nicht abgeschreckt werden können. Die Population der Sittiche im Rhein-Main-Gebiet breitet sich sowohl in urbanen als auch ländlichen Gebieten aus, was zu verstärkten Konflikten führt.

Obwohl die Sittiche unter Artenschutz stehen und daher nicht bekämpft werden dürfen, fordern Landwirte wie Ralf Schaab Maßnahmen zur Reduzierung der Population, um Schäden in der Landwirtschaft zu minimieren. Die Hoffnung besteht darin, die Eier der Sittiche durch Attrappen zu ersetzen, um ihr Wachstum einzudämmen. Die Stadt Wiesbaden bemüht sich, im Einklang mit den gesetzlichen Vorgaben, Lösungen zu finden, um die Belästigung durch die Sittiche zu minimieren, indem beispielsweise Übernachtungsplätze gereinigt werden.

Vogelschützer betonen, dass die Sittiche keine Schuld an ihrer Ausbreitung haben und appellieren an die Menschen, sich mit den exotischen Vögeln zu arrangieren. Der Wiesbadener Vogelschutzbeauftragte sieht die Sittiche mit gemischten Gefühlen, wünscht sich aber auch, dass die negativen Auswirkungen durch wissenschaftliche Erfassung der Schäden minimiert werden. Trotz der Konflikte betont er auch die Faszination und Schönheit der exotischen Vögel.

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