Für die Skyliners Frankfurt beginnt die Saison am Wochenende mit der ersten Pokalrunde. Die Hessen wähnen sich bereit, auf den großen Positionen gibt es aber vielleicht noch Nachholbedarf.
Ryan Arcidiacono bringt jede Menge Erfahrung nach Frankfurt.
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00:32 Min.|Simon Schäfer
Man hat wahrlich schon schlechtere Vorbereitungen gesehen bei den Skyliners Frankfurt. Die Pre-Season-Spiele in diesem Sommer, sie „waren sehr ordentlich“, meint Head-Coach Klaus Perwas und findet: „Darauf kann man aufbauen.“
Sechs Testspiele haben die Hessen in der Sommerpause bestritten, fünf davon haben sie gewonnen. Gegen die Bundesliga-Konkurrenz aus Bamberg und Ludwigsburg, gegen Champions-League-Team Strasbourg und -Qualifikant Manchester sowie gegen Zweitligist Heidelberg. Einzig bei den Baskets aus Bonn fiel man nach schwachem zweitem Viertel auf die Nase.
Für Kapitän Till Pape ist weder das eine (die fünf Siege) noch das andere (die Niederlage gegen seinen Ex-Klub) wirklich von Belang. „Eine Vorbereitung ist immer so nichtssagend“, meint der 28-Jährige.
Die Vorbreitung zählt nicht wirklich
Die beste Vorbereitung schütze nicht vor einer schlimmen Saison, die schlimmste Vorbereitung verbaue nicht automatisch den Weg in die Playoffs. Was zählt sind die Spiele, die zählen – und für die Skyliners zählt es am Sonntag (16.30 Uhr) zum ersten Mal. Im BBL-Pokal gegen Bundesliga-Konkurrent Jena. „Ich freue mich sehr“, sagt Pape und: „Ich möchte gewinnen.“ Logisch.
Ergebnisse hin, Ergebnisse her: Die Voraussetzungen für einen Auftaktsieg haben die Hessen in der Off-Season geschaffen. „Wir haben uns step by step auf ein gutes Level gebracht“, findet Trainer Perwas. Raum für Verbesserungen gebe es aber natürlich weiterhin.
Bedime ist nur eigentlich „topfit“
Gegen Jena dürfen sich die Fans auf ein schnelles Spiel gefasst machen. Zumindest wollen beide Teams zügig vom eigenen zum gegnerischen Korb kommen. Die Skyliners wiederum haben sich vorgenommen, die Fast Breaks des Gegners künftig besser zu unterbinden, häufiger das „Tempo zu dictaten“, es zu bestimmen, wie Co-Trainer Sepehr Tarrah sagt. Jena ist ein guter Prüfstein, wie gut das dem Team schon gelingt. Eine „Challenge“ (Tarrah) wird es allemal.
Vor allem unter dem Korb, wo die Hessen mit Pape sowie den drei Centern Race Thompson, Roman Bedime und Jacob Knauf eigentlich ordentlich aufgestellt sind. Knauf (Rücken) befindet sich allerdings im Aufbautraining, wird den Skyliners also noch einige Zeit fehlen, Bedime hat sich zudem im Testspiel gegen Bonn an der Schulter verletzt. Der Neuzugang aus Chemnitz ist eigentlich „topfit“, sagt Athletiktrainer Fabian Ottawa, wie es mit der Schulter weitergeht, sei allerdings noch offen. Im Optimalfall steht Bedime gegen Jena schon auf dem Feld, im schlimmsten Fall droht dem 24-Jährigen eine Operation. Die Skyliners halten die Augen sicherheitshalber schon einmal nach Ersatz offen.
Mehr Erfahrung auf den kleinen Positionen
Sehr viel besser sieht es auf den „kleinen Positionen“ aus, wo sich die Skyliners mit NBA-Veteran Ryan Arcidiacono (32) und dem Langzeit-Ulmer Thomas Klepeisz (35) jede Menge Erfahrung ins Team geholt haben. „Ich bin zwar ein bisschen älter, aber ich bin schlau genug, um das Spiel weiter auf einem hohen Level zu spielen“, ist der US-Amerikaner Arcidiacono überzeugt, dass er mit dem kraftraubenden Skyliners-Basketball gut klarkommt.
Aggressiver wollen die Hessen also zu Werke in der neuen Saison, schlauer und notgedrungen wohl auch etwas kleiner. In der Pre-Season hat das schon gut geklappt. Aber was das wirklich Wert ist? Wird sich am Sonntag zeigen.
Quelle: https://www.hessenschau.de/sport/basketball/skyliners-frankfurt/skyliners-frankfurt-starten-in-die-saison-aggressiver-schlauer-kleiner-v1,skyliners-saisonstart-100.html



