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SV Wehen verliert gegen Leverkusen: DFB-Pokal-Spiel der schlechten Zeitpunkte

SV Wehen verliert gegen Leverkusen: DFB-Pokal-Spiel der schlechten Zeitpunkte

Der SV Wehen Wiesbaden zeigt gegen Bundesligist Bayer Leverkusen in der ersten Halbzeit eine gute Leistung und bekommt doch einige Tore eingeschenkt. Für die 3. Liga soll die Partie nach dem schlechten Saisonstart trotzdem Auftrieb geben.


Enttäuschung bei den Spielern des SVWW nach der Partie gegen Leverkusen.
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Ein Zweikampf aus dem Pokalspiel des SVWW gegen Leverkusen

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Es gibt im Fußball bekanntlich keinen guten Moment für ein Gegentor. Den SV Wehen Wiesbaden erwischte es im Pokalspiel gegen Bayer Leverkusen am Samstag (0:4) aber zweimal extrem ungünstig. „Wir haben die ersten beiden Gegentore zum schlechtmöglichsten Zeitpunkt bekommen“, haderte Niklas May mit dem 0:1 kurz vor und dem 0:2 kurz nach der Pause. „Da war so ein bisschen die Luft raus bei uns.“

Scherning: „Haben es über 42 Minuten hervorragend gemacht“

Denn zuvor hatte sich der Drittligist mehr als achtbar präsentiert und gegen den Bundesligisten kaum etwas zugelassen. „Wir haben es über 42 Minuten hervorragend gemacht“, analysierte SVWW-Trainer Daniel Scherning. Der hatte sein Team im Vergleich zum peinlichen 0:4 bei Drittliga-Aufsteiger Würzburg in der Liga auf gleich sechs Positionen verändert. Im Tor bekam überraschend Noah Brdar den Vorzug vor Florian Stritzel, der vor Jahresfrist im Pokal gegen Bayern München noch mit einem gehaltenen Elfmeter gegen Harry Kane geglänzt hatte.

Und die runderneuerte Elf ging die Sache mit einem klaren Plan an. „Wir hatten uns zwei Themen vorgenommen: erstens einen kompakten Block herzustellen, bei dem sie Probleme haben, ihn zu bespielen“, erklärte Scherning. „Und zweitens relativ einfach mit dem Ball Fußball zu spielen und über Körperlichkeit, zweite Bälle, Flanken und Standards ins Spiel reinzukommen.“

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Daniel Scherning

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Leverkusen nach Führung souverän

Das gelang und gab sogar Lob vom gegnerischen Coach. „Die erste Halbzeit war nicht einfach gegen diesen kompakten Block“, so Leverkusens Carles Martinez, dessen Team sich zunächst schwer tat. Zur Wahrheit gehört allerdings, dass die Wiesbadener keine wirkliche Torchance hatten und nicht über gute Ansätze hinauskamen. Auch die Eckbälle, von denen sie sich einige herausspielten, verpufften wirkungslos.

Fast aus dem Nichts brach Patrik Schick dann in der 43. Minute den Bann für Leverkusen. „Wir haben in der Halbzeit versucht, weiter den Glauben zu vermitteln“, beschrieb Scherning seine Kabinenansprache. „Und was uns dann so ein bisschen gekillt hat, war das 0:2 direkt nach der Pause.“ Von da an waren die Gäste vor 12.000 Fans in der Wiesbadener Arena, darunter der abgesetzte Bayer-Kapitän und Ex-SVWWler Robert Andrich, klar spielbestimmend. Sie legten noch zwei Treffer nach, während sich das Heimteam dem Schicksal ergab. Kein weiteres Highlight-Pokalspiel wurde es wie in den vergangenen Jahren bei den äußerst knappen Niederlagen gegen Leipzig, Mainz und die Bayern. Stattdessen gab es dieses Mal ein standesgemäßes Resultat.

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Moritz Flotho im Gespräch nach der Leverkusen-Partie.


Moritz Flotho im Gespräch nach der Leverkusen-Partie.
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SVWW hofft auf Turnaround in der 3. Liga

Mit 0:4 musste sich der SVWW schließlich geschlagen geben. „Es war ein ganz cooler Pokalfight, aber am Ende tut das Ergebnis schon weh“, fasste Fabian Greilinger zusammen und schwärmte regelrecht von Gegner Leverkusen. „Sie spielen in der Bundesliga oben mit. Man muss anerkennen, dass sie eine brutale Qualität haben. Aber wir können uns als Mannschaft nichts vorwerfen.“

Wichtig wird für die Wiesbadener nun sein, endlich in der Drittliga-Saison anzukommen. Dort lautet die ernüchternde Bilanz nach zwei Spielen: null Punkte, 1:7-Tore, letzter Tabellenplatz. „Wir wollen den Turnaround hinkriegen“, sagte Scherning, der es mit seinem Team am kommenden Samstag (14 Uhr) mit Rot-Weiss Essen zu tun bekommt. Welche Erkenntnisse man aus dem Pokalspiel mit in die Liga nimmt? „Gerade im Defensivverhalten können wir viel Positives draus ziehen“, sagt Brdar, der gegen Essen aber wohl wieder auf der Bank Platz nehmen wird.

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Noah Brdar nach dem Spiel gegen Leverkusen.


Noah Brdar nach dem Spiel gegen Leverkusen.
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Quelle: https://www.hessenschau.de/sport/fussball/wehen-wiesbaden/sv-wehen-verliert-gegen-leverkusen-dfb-pokal-spiel-der-schlechten-zeitpunkte-v1,svww-nach-leverkusen-100.html

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