Was tun, wenn Drohnen den Flughafen attackieren oder die Stromversorgung ins Visier nehmen? Für diesen Katastrophenfall trainieren mehr als 300 Feuerwehrleute und Rettungskräfte für 24 Stunden in Frankfurt. Das dürfte vor allem im Ostend sichtbar sein.
Auch letztes Jahr übten Feuerwehrleute am Frankfurter Osthafen (Archivbild).
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00:44 Min.|Frank Angermund
Viertel vor vier Uhr am Morgen, plötzlich Blackout: Ganz Frankfurt ist ohne Strom, auch das Mobilfunknetz funktioniert nicht. Im gesamten Stadtgebiet sind Menschen in Panik. Es gibt Schwerverletzte.
Das ist das Einsatzszenario, auf das sich Feuerwehr und Rettungskräfte in Frankfurt vor einem Jahr vorbereiteten – mit einer großangelegten Katastrophenschutzübung. Am Freitag und Samstag werden erneut 370 Einsatzkräfte im Frankfurter Ostend proben.
Die Großübung beginnt am Abend um 19 Uhr – in den nächsten 24 Stunden werden dann besonders viele Rettungswagen und Feuerwehrautos in der Stadt zu sehen sein. Zentraler Punkt ist der Osthafen, doch auch in anderen Stadtgebieten könnten die Einsatzkräfte proben. Die genauen Orte wurden im Vorfeld nicht mitgeteilt.
80 Statisten für Katastrophenschutzübung engagiert
Angesichts zunehmender hybrider Bedrohungen stehen bei dieser Übung Drohnenangriffe und fehlgeleitete Drohnen im Fokus: Sie könnten kritische Infrastruktur wie Krankenhäuser oder den Flughafen gefährden und Menschen verletzen.

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Im Ernstfall müssen alle wissen, was zu tun ist, und schnell reagieren. Daher beteiligen sich nicht nur die Feuerwehren, sondern auch das Deutsche Rote Kreuz (DRK), der Malteser Hilfsdienst, der Arbeiter-Samariter-Bund, die Johanniter, die Deutsche Lebens-Rettungs Gesellschaft (DLRG) und das Technische Hilfswerk (THW) an der Übung. 80 Statisten wirken mit und übernehmen zum Beispiel die Rolle von Verletzten.
Die Übung „Frankopia“ findet seit 2017 statt. In diesem Jahr ist sie Teil der von der Landesregierung ausgerufenen „Resilienzwoche“, in der auch die Bevölkerung für den Krisenfall vorbereitet werden soll.
Poseck: Zunehmende Bedrohung seit Ukraine-Krieg
„Resilienz ist heute wichtiger denn je“, sagte Innenminister Roman Poseck (CDU). Zwar ließen sich Krisen nicht immer verhindern. „Aber wir können und müssen uns bestmöglich auf sie vorbereiten.“
Infolge des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine und des Erstarkens extremer Kräfte in Deutschland gerieten Gefahren für die kritische Infrastruktur immer mehr in den Fokus, so Poseck. „Sabotage, Spionage und Cyberangriffe stellen eine zunehmende Bedrohung dar. Das hybride Anschlagsszenario in Leipzig hat uns das deutlich vor Augen geführt.“
Anfang August war am Flughafen Leipzig/Halle eine mit Sprengstoff präparierte Drohne neben ukrainischen Frachtflugzeugen entdeckt worden. Die Bundesregierung macht Russland für den versuchten Angriff verantwortlich. Der Kreml bestreitet das.
Quelle: https://www.hessenschau.de/panorama/uebung-frankopia-in-frankfurt-einsatzkraefte-bereiten-sich-auf-drohnenangriffe-vor-v1,frankopia-katastrophenschutz-uebung-frankfurt-100.html



