Die Entwicklung des Citybahn-Vorschlags für eine leichte Straßenbahnlinie, die Mainz, Wiesbaden, Taunusstein und Bad Schwalbach verbinden sollte, wurde nach einem Referendum am 1. November in Wiesbaden gestoppt, bei dem 62,1 % der Wähler gegen das Projekt stimmten, bei einer Wahlbeteiligung von 46,2 %.
Die vorgeschlagene Meterspur-Linie wäre etwa 35 km lang gewesen und hätte den Aartalbahn-Schienenkorridor mit dem bestehenden Mainzer Straßenbahnnetz verbunden.
Die Gegner argumentierten, dass die geschätzten Kosten von 426 Mio. Euro zu hoch seien und die Linie Platz auf der Straße beanspruchen würde. Es wurde auch behauptet – von den Befürwortern bestritten – dass viele Bäume entfernt werden müssten. Die örtlichen Verkehrsbehörden, die das Projekt befürworteten, werden nun stattdessen ein schnelles Bussystem in Betracht ziehen, wiesen jedoch darauf hin, dass dies mehr Straßenraum beanspruchen und den Bau großer Betontrassen erfordern würde. Für ein Busprojekt stünde auch weniger nichtlokale Finanzierung zur Verfügung.
„Die Bürger der Stadt haben die Chance des Jahrhunderts nicht erkannt“, sagte Uwe Hiltmann, Geschäftsführer des Veranstalters CityBahn GmbH. „Das CityBahn-Projekt hat dieses Ergebnis nicht verdient“, fügte Günter F. Döring, Leiter des Verkehrsverbunds Rheingau-Taunus, hinzu. „Es ist schade, dass viele Wiesbadener Bürger sich von falschen Behauptungen leiten ließen.“ Obwohl das Ergebnis besonders enttäuschend für die Region Rheingau-Taunus gewesen sei, betonte er, dass „wir uns nicht entmutigen lassen und weiter für den lokalen Schienenverkehr kämpfen werden.“


