Wiesbaden hat den Aufstieg in die 2. Bundesliga mit einem Play-off-Sieg über Arminia Bielefeld verdient – aber wer ist der Verein unter der Leitung des Engländers Paul Fernie? Wie haben sie es geschafft? Wiesbaden hat nach einer dramatischen Saison 2022/23 den Aufstieg in die 2. Bundesliga geschafft, nachdem sie drei Jahre lang nicht in der zweiten Liga vertreten waren. Nach einer 4:2-Niederlage gegen den SC Freiburg II, befand sich die Mannschaft mit 11 verbleibenden Spielen auf dem sechsten Platz.
Eine dreispieleige Serie ohne Niederlage am Ende der Saison ermöglichte es ihnen, den vierten Platz zu erreichen – einen Punkt vor Saarbrücken und Dynamo Dresden. Nachdem der Zweitplatzierte Freiburg II nicht aufsteigen durfte, reichte der vierte Platz für ein Platz im Aufstiegs- / Relegationsspiel gegen Arminia Bielefeld, die 16. in der 2. Bundesliga wurden. Mit gesamthaft 71 Toren in Bundesliga 3 erzielte Wiesbaden zunächst vier Tore ohne Antwort im Hinspiel des Play-offs, bevor ein 2:1-Sieg in Bielefeld ihren Aufstieg zurück in die zweite Liga besiegelte.
Wiesbaden, eine Kurstadt in Hessen, hat bescheidene Anfänge, aber der Verein hatte noch bescheidenere Anfänge. Ursprünglich als SV Wehen bekannt, spielten sie bis 1987 nur im lokalen Amateurfußball. Nach dem Aufstieg in die 2. Bundesliga im Jahr 2007 wurde das neue 15.000 Stadion, die Brita Arena, innerhalb von nur vier Monaten in Wiesbaden erbaut. Trainer Markus Kauczinski, 53, hat viel Erfahrung in der 2. Bundesliga als ehemaliger Trainer von Karlsruhe, St. Pauli und Dynamo Dresden. Er übernahm die Leitung des Wiesbaden-Teams im November 2021 und führte sie in seiner ersten Saison auf den achten Platz.
Der 36-jährige Fernie hat bereits eine interessante Geschichte im Fußball hinter sich, unter anderem bei New York Red Bulls, Blackburn Rovers, Nottingham Forest, Doncaster Rovers und Leeds United. Er trat 2016 als Leiter des Scouting beim Wiesbadener Verein ein und arbeitete während ihrer letzten Kampagne in der 2. Bundesliga in der Saison 2019/20. Der Play-off-Held Benedict Hollerbach hat seit seinem Eintritt in Wiesbaden im Sommer 2020 24 Tore erzielt. Der 22-jährige ehemalige Nachwuchsspieler von Bayern München und VfB Stuttgart hat gezeigt, dass er ein großes Potenzial hat und eine vielversprechende Zukunft vor sich hat.


