34 junge Judoka aus der Ukraine trainieren jetzt in Wiesbaden, Deutschland, und haben die Möglichkeit, ihren geliebten Sport mit ihren deutschen Altersgenossen zu praktizieren. Die Kinder wurden evakuiert, nachdem der Konflikt in der Ukraine eskalierte. Tausende junge Athleten konnten nicht in ihre Heimat zurückkehren und mussten in den Kellern ihrer Schulen bleiben, um ihr Leben zu retten. Die Spannungen wuchsen täglich und manchmal konnten die Kinder nicht einmal Kontakt zu ihren Eltern und Familien aufnehmen.
Als das größte Kernkraftwerk Europas in Energodar besetzt wurde, wurde die Entscheidung getroffen, die Kinder zu evakuieren. Die Ukrainische Judo-Föderation kontaktierte den Judo Club Wiesbaden 1922 e.V. und bat um Hilfe bei der Unterbringung der Kinder. Der Trainer der Judoka, Andrey Bondarchuk, der bereits die Evakuierung von Flüchtlingen aus gefährlichen Regionen der Ukraine unterstützte, erklärte sich bereit zu helfen. Innerhalb von 19 Tagen erreichten die Kinder aus Zaporizhzhia Wiesbaden, wo ihnen komfortable Apartments, Essen, Trainingsmöglichkeiten und neue Judoanzüge zur Verfügung gestellt wurden.
Die Kinder lernen jetzt die deutsche Sprache, aber das Wichtigste ist, dass sie sich jetzt in einer sicheren Zone befinden. Die Judogemeinschaft sammelt sich, um den Flüchtlingen in einer Solidaritätsaktion zu helfen. Als Teil dieses Prozesses startete die Internationale Judoföderation zwei Initiativen, um den Menschen, die von der aktuellen Situation in der Ukraine betroffen sind, zu unterstützen. Alle Informationen sind unter https://noborders.ijf.org verfügbar.


