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Wiesbaden: Schüler applaudieren im Kino für Ermordung von Juden

Wiesbaden: Schüler applaudieren im Kino für Ermordung von Juden

Während einer Filmvorstellung im Wiesbadener Kino klatschten Berufsschüler Beifall, als die Zahl der während der NS-Diktatur ermordeten Juden eingeblendet wurde. Der Hessische Kultusminister äußerte sein Entsetzen über den Vorfall, der mutmaßlich antisemitisch war, und die Staatsanwaltschaft leitete Ermittlungen wegen Volksverhetzung ein. Eine Gruppe von sechs Jugendlichen, von denen fünf einen Migrationshintergrund haben sollen, wird verdächtigt, für den Vorfall verantwortlich zu sein. Die Schüler wurden für zwei Wochen vom Schulbesuch ausgeschlossen.

Der Vorfall ereignete sich während der Filmvorführung von „Die Wannseekonferenz“, einem deutschen Drama aus dem Jahr 2022, das die industrielle Ermordung von Millionen europäischer Juden während der NS-Diktatur thematisiert. Die Handlung basiert auf den Protokollen der gleichnamigen Konferenz, bei der die Organisation der Ermordung festgelegt wurde. Der Schulleiter hat eine intensive Aufarbeitung des Vorfalls in die Wege geleitet und die Schüler sollen sich bei der Jüdischen Gemeinde entschuldigen.

Kultusminister Armin Schwarz betonte, dass Antisemitismus und Aggressionen gegenüber jüdischen Menschen mit den Werten unvereinbar sind. Er kündigte Konsequenzen für die Schüler an und unterstützt die staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen gegen die mutmaßlichen Täter. Die Ermittlungen laufen derzeit gegen Unbekannt, während die Schüler für ihren Applaus während der Filmvorführung vorläufig vom Schulbesuch ausgeschlossen sind.

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