Die Ergebnisse der Landtagswahlen in Bayern und Hessen zeigen einen Sieg für die rechtsextreme Alternative für Deutschland (AfD) und schwere Verluste für die Parteien der Bundesregierungskoalition. In Hessen erreichte die AfD 18,4 Prozent, während sie in Bayern 14,6 Prozent erzielte und damit die zweit- bzw. drittstärkste Partei wurde. Die Wahlen sind besonders bemerkenswert, da auch die Freien Wähler in Bayern, eine weitere rechte Partei, erhebliche Zugewinne verzeichneten und mit 15,8 Prozent den zweiten Platz belegten.
Der Aufstieg der extremen Rechten ging auf Kosten der regierenden Parteien in Berlin—der Sozialdemokraten (SPD), Liberalen (FDP), Grünen und Linken. Die SPD verzeichnete in Bayern mit 8,4 Prozent ihr historisch schlechtestes Ergebnis, während die FDP aus dem bayerischen Landtag flog. Die Ergebnisse in beiden Bundesländern sind ein ernstzunehmender politischer Warnschuss und zeigen, dass die AfD in großen westdeutschen Bundesländern fast 20 Prozent der Stimmen erzielen konnte. Der Wiederaufstieg des deutschen Militarismus geht Hand in Hand mit der offenen Rehabilitierung der Nazis durch die Regierung.
Der Kampf gegen die faschistische Gefahr muss gegen alle Parteien gerichtet sein, die extreme rechte Politik unterstützen und fördern. Es muss auf der unabhängigen Bewegung der Arbeiterklasse basieren, die sich gegen Faschismus, Krieg und soziale Ungleichheit einsetzt und für eine sozialistische Gesellschaft kämpft. Dies ist, wofür die Sozialistische Gleichheitspartei kämpft.

