Der bundesweite Warntag war ein Testlauf für alle Warnkanäle. Laut Innenminister gab es keine größeren Störungen. Sind Sie erreicht worden? Hier können Sie Erfahrungen unserer Nutzer nachlesen.
Warntag 2026: Warnung auf dem Smartphone.
Bild © picture alliance / Bonn.digital | Marc John
Beim bundesweiten Warntag sind am Donnerstag Warnmeldungen gleichzeitig über verschiedene Kanäle verbreitet worden, um die Warnsysteme in Deutschland zu testen.
Dazu zählten Cell Broadcast auf Mobiltelefonen, Warn-Apps wie NINA und KATWARN, Sirenen sowie Radio– und Fernsehsender. Vielerorts kamen zudem digitale Informationstafeln zum Einsatz.

Ende des Videobeitrags
Hessens Innenminister Roman Poseck (CDU) sprach von ersten positiven Rückmeldungen aus den Landkreisen, kreisfreien Städten und Kommunen. „Die Warnungen des sechsten bundesweiten Warntages verliefen in Hessen ohne größere Störungen.“
Hinweis
Bitte aktivieren Sie JavaScript, um bei einem Voting abstimmen zu können.
Das Ministerium berichtete von „lokalen Problemen“. Demnach kam es etwa im Bereich Gersfeld/Röhn (Fulda) aufgrund einer Telekom-Störung zu Problemen bei der Warnung.
Und sonst? „Teilweise wurde eine Verzögerung der Zustellung der Warnung über die Warn-Apps festgestellt“, teilte das Ministerium mit. Das deckt sich mit einigen Rückmeldungen unserer Nutzerinnnen und Nutzer.
„Pünktliche Warnung über Handy und Sirene“
Die überwiegende Mehrheit unserer Nutzerinnen und Nutzer haben jedoch positive Rückmeldungen zum Warntag gegeben.
„Pünktliche Warnung über Handy und Sirene. Auch die Entwarnung hat ohne Probleme funktioniert“, schrieb etwa Thomas Hoffmann aus Neuental (Schwalm-Eder). Auch hessenschau.de-Nutzer Nico aus Herborn (Lahn-Dill) meldete: „Hat alles funktioniert. Warn-Apps, Cell Broadcast und Sirenen haben pünktlich ausgelöst.“
Kein flächendeckendes Sirenennetz in Hessen
Sirenen haben dagegen nicht alle Nutzerinnen und Nutzer gehört, die sich bei uns gemeldet haben. Das kann mehrere Gründe haben:
- Sirene im Ort nicht aktiv: In Hessen gibt es längst kein flächendeckendes Sirenennetz (mehr). Viele Anlagen wurden nach dem Ende des Kalten Krieges abgebaut oder nicht mehr gewartet. Damit die Sirenen künftig wieder großflächiger heulen, investieren Bund und Land seit 2021 in den Ausbau. Aktuell sind laut Innenministerium in Hessen 4.074 Sirenen aktiv.
- Sirene außerhalb der Reichweite: Einige Nutzerinnen und Nutzer schrieben, dass sie eine Sirene bei geschlossenem Fenster nur sehr leise gehört hätten. Sollten Sie gar keine gehört haben oder nur sehr leise: Wenden Sie sich an Ihre Gemeinde. Dort sollten Sie Informationen erhalten, wie viele Sirenen derzeit aktiv sind. Gleichzeitig dürfte Ihr Hinweis auf einen leisen Sirenenton hilfreich sein.
Das Ministerium erläuterte zudem, dass es am Warntag bei einigen älteren Sirenen zu Verzögerungen kam. Grund sei die analoge Technik, die „zu einer kleinen zeitlichen Verzögerung in der Alarmierung“ führte.
Ziel sei die die flächendeckende Umrüstung auf Digitalfunktechnik. Mit digitaler Technik könnten Sirenen innerhalb von ein bis zwei Sekunden ausgelöst werden. Laut Ministerium stehen für die Umrüstung rund 2,1 Millionen Euro bereit. Von den landesweit rund 4.000 Sirenen seien gegenwärtig 85 Prozent digital.
Einstellungen zu Warnungen bei Gefahr in Apps
Manche Nutzerinnen und Nutzer berichteten, dass ihre Warn-Apps stummgeblieben sind. Hier folgen Hinweise zu den Smartphone-Einstellungen:
- Cell Broadcast: Damit die Warnung ankommen kann, müssen zwei Voraussetzungen erfüllt sein: Ein aktuelles Betriebssystem ist installiert – Android ab Version 11 oder iOS ab Version 16.1. Und: In den Einstellung ist die Funktion „Notfallwarnungen“ aktiviert. Natürlich darf das Handy zudem nicht ausgeschaltet sein oder sich im Flugmodus befinden. Mehr Informationen zu den technischen Voraussetzungen gibt es beim Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe.
- Warn-Apps: Bei den verschiedenen Warn-Apps kommt es entscheidend auf die Einstellungen an. Lassen Sie zu, dass das Smartphone Ihren Standort erkennt? Oder haben Sie einen bestimmen Ort händisch ausgewählt? Haben Sie alle Gefahrenkategorien von „Gefahreninformation“ über „Gefahr“ bis hin zu „Extremer Gefahr“ ausgewählt? Hier geht es zu den Hilfeseiten gängiger Warn-Apps: NINA | hessenWARN | KATWARN | BIWAPP
Quelle: https://www.hessenschau.de/panorama/warntag-2026-handy-alarm-und-sirenen—lokale-probleme-beim-probealarm-v6,warntag-reaktionen-100.html



