Wirtschaft

Weniger Äpfel für den Äppler: Hessens Keltereien hoffen auf Fallobst

Weniger Äpfel für den Äppler: Hessens Keltereien hoffen auf Fallobst

Hitze und Trockenheit haben Hessens Apfelbäumen zugesetzt, viele Früchte sind klein oder vorzeitig vom Baum gefallen. Die Keltereien rechnen deshalb mit einer schwachen Ernte – und appellieren an Garten- und Streuobstwiesenbesitzer, auch Fallobst abzugeben.


Den hessischen Keltereien fehlt es an Äpfeln. Deshalb sind auch Äpfel von Streuobstwiesen gern gesehen.
Bild © picture alliance/dpa | Andreas Arnold


Die Apfelernte in Hessen hat begonnen und damit auch die Saison der hessischen Apfelwein- und Fruchtsaft-Keltereien. Doch in diesem Jahr sorgt die schwache Ernte für Probleme.

„Mehr denn je zählt in diesem Jahr jeder Apfel: Hitze und Trockenheit während des Sommers haben den Bäumen stark zugesetzt und vielerorts sind die Äpfel kleiner als sonst“, teilte der Verband der Hessischen Apfelwein- und Fruchtsaft-Keltereien mit.

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|Lars Hofmann

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Viele Äpfel haben Schäden

Demnach rechnen die Keltereien mit einer insgesamt niedrigeren Erntemenge. „Äpfel brauchen zwar Sonnenschein, aber in diesem Jahr war es zu viel Sonne und zu wenig Regen“, sagte Martin Heil, Vorsitzender des Verbandes. Dadurch hätten viele Äpfel Schäden wie Sonnenbrand davongetragen oder seien zu früh vom Baum gefallen.

Umso wichtiger sei es, die vorhandene Ernte gut zu nutzen. „Äpfel gehören ins Glas – das gilt in diesem Jahr ganz besonders“, so Heil. Wer Äpfel auf der eigenen Wiese oder im Garten habe, solle diese nicht liegen lassen.

Keltereien brauchen jeden Apfel

„Die Keltereien können jeden Apfel gebrauchen, auch das Fallobst und die vielleicht nicht so schönen Exemplare“, betonte Heil. Besitzer von Streuobstwiesen können ihre geernteten Äpfel bei den Keltereien abgeben.

Je nach Betrieb erhalten sie dafür einen Kilopreis oder können die Früchte gegen Apfelsaft eintauschen. „Jeder Apfel, der gekeltert wird, ist besser aufgehoben als einer, der ungenutzt auf der Wiese verdirbt. Also: Äpfel sammeln, abgeben – und ab ins Glas damit“, so Heil.

Saison startet spätestens am Wochenende

Wichtig sei aber, dass die späten Sorten noch etwas an den Bäumen hängen bleiben, bis sie wirklich reif sind. Denn dadurch würden die Äpfel größer und zuckerhaltiger.

Spätestens am Wochenende würden alle Keltereien damit beginnen, die Äpfel zu verarbeiten. Neben dem klassischen Apfelwein seien auch alkoholfreie Varianten sehr beliebt.

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Quelle: https://www.hessenschau.de/wirtschaft/weniger-aepfel-fuer-den-aeppler-hessens-keltereien-hoffen-auf-fallobst-v1,keltereien-hessen-apfelernte-100.html

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