In Raunheim bleibt Bürgermeister David Rendel (SPD) trotz einer Mehrheit für seine Abwahl im Amt. In Pohlheim kommt es zur Stichwahl. Auch in Steinau und Wesertal wurde gewählt.

In vier hessischen Städten wird am Sonntag abgestimmt.
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Rund 35.000 Menschen durften am Sonntag in Hessen ihr Kreuzchen setzen und über die politische Zukunft ihrer Gemeinden abstimmen. In vier Kommunen ging es um die Bürgermeisterposten – in Raunheim sogar um die Frage, ob der Rathauschef vorzeitig gehen muss.
In Raunheim (Groß-Gerau) ist die Abwahl von Bürgermeister David Rendel (SPD) gescheitert. Zwar stimmte eine deutliche Mehrheit der Abstimmenden dafür, den Rathauschef abzuwählen. Das notwendige Quorum wurde jedoch nicht erreicht.
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00:40 Min. |Gaby Beck
Mehrheit für Abwahl reicht nicht aus
67,69 Prozent stimmten für die Abwahl, 32,31 Prozent dagegen. Für eine erfolgreiche Abwahl musste es zum einen eine Mehrheit der gültigen Stimmen geben. Zum anderen mussten mindestens 30 Prozent der Wahlberechtigten für die Abwahl stimmen. Dafür waren 3.131 Ja-Stimmen nötig. Tatsächlich stimmten 2.811 Menschen für die Abwahl.
Die Beteiligung bei 40,01 Prozent. Rendel bleibt damit Bürgermeister von Raunheim.
Hintergrund des Bürgerentscheids war ein jahrelanger Streit zwischen dem Bürgermeister und dem Stadtparlament. Dabei geht es um mehr als zwei Millionen Euro Provisionen für einen Mitarbeiter der Stadt. Diese hatte noch Rendels Amtsvorgänger Thomas Jühe (SPD) vereinbart, der inzwischen verstorben ist. Das Parlament wollte das Geld zurückfordern, Rendel setzte den Beschluss aber nicht um.
Pohlheim: Stichwahl zwischen Buß und Be Josef
In Pohlheim (Gießen) ist die Entscheidung über den Bürgermeister noch nicht gefallen. Jörg Buß (CDU) und Israel Be Josef (SPD) treten in einer Stichwahl gegeneinander an.
Buß erreichte im ersten Wahlgang 41,01 Prozent der Stimmen, Be Josef kam auf 38,43 Prozent. Amtsinhaber Andreas Ruck, der diesmal als parteiloser Kandidat antrat, erhielt 18,61 Prozent. Thomas Dombrowski kam auf 1,95 Prozent. Damit scheidet Ruck aus dem Rennen aus. Die Wahlbeteiligung lag bei 58,19 Prozent.
Die größten Themen im Wahlkampf waren das marode Hallenbad, der Sportplatz-Streit zwischen der Stadt und dem FC Gießen sowie das geplante neue Gewerbegebiet Garbenteich Ost.
Wesertal: Honemann gewinnt Stichwahl knapp
In Wesertal (Kassel) hat Lukas Honemann die Stichwahl für sich entschieden. Der parteiunabhängige Kandidat erhielt 50,48 Prozent der Stimmen und setzte sich knapp gegen SPD-Kandidat Thorsten Schminke durch, der auf 49,52 Prozent kam. Nur 29 Stimmen trennten die beiden am Ende. Die Wahlbeteiligung lag bei 72,62 Prozent.
Schon beim ersten Wahlgang vor zwei Wochen hatte es ein enges Rennen zwischen den beiden gegeben. Damals lag Schminke mit 46,03 Prozent knapp vor Honemann mit 45,76 Prozent. Im zweiten Wahlgang konnte Honemann das Duell nun für sich entscheiden.
Der bisherige Bürgermeister Cornelius Turrey stand für eine weitere Amtszeit nicht mehr zur Verfügung. Der SPD-Mann war der erste Bürgermeister von Wesertal (Kassel) nach der vollzogenen Fusion der Gemeinden Oberweser und Wahlsburg vor sechs Jahren.

Lukas Honemann
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Steinau an der Straße: Zimmermann deutlich wiedergewählt
In Steinau an der Straße (Main-Kinzig) bleibt Christian Zimmermann Bürgermeister. Der parteilose Amtsinhaber, der von der SPD unterstützt wurde, setzte sich deutlich gegen seinen Herausforderer Carsten Hildebrandt durch. Zimmermann erhielt 83,64 Prozent der Stimmen. Auf Hildebrandt entfielen 16,36 Prozent.
Die Wahlbeteiligung lag bei 48,03 Prozent. Zimmermann ist seit 2021 Bürgermeister von Steinau und geht damit in eine weitere Amtszeit.

Christian Zimmermann
Bild © Christian Zimmermann
Quelle: https://www.hessenschau.de/politik/abwahl-in-raunheim-scheitert—pohlheim-geht-in-die-stichwahl-v3,buergermeisterwahlen-166.html


