Seit gut einem Jahr ist Samara Funnell Co-Trainerin bei den Skyliners Frankfurt – als einzige Frau im Profi-Basketball der Männer. Für ihren großen Traum hat sie einiges aufgegeben.

Samara Funnell ist seit Sommer 2025 bei den Skyliners.
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Als Samara Funnell im Sommer 2025 aus Neuseeland nach Frankfurt kam, hatte sie kaum Gepäck dabei. Ein Koffer reichte für die neue Aufgabe am anderen Ende der Welt. „Ich habe alles verkauft und bin meinem Traum gefolgt“, sagte sie im Gespräch mit dem hr-sport. „Ich war bereit für ein neues Abenteuer.“
Ihr Abenteuer: Sie ist Co-Trainerin bei den Skyliners Frankfurt in der Basketball-Bundesliga der Männer – als aktuell einzige Frau im deutschen Profibereich. „Ich denke, es ist etwas Besonderes“, sagte sie. „Ich fühle mich wohl, stark und selbstbewusst in dem Umfeld. Ich gehöre dazu.“
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Skyliners-Abschlusstraining mit Coach Samara Funnell | hessenschau Sport vom 06.10.2026

Samara Funnell
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Pape: „Sam hat immer gute Laune“
Das sehen auch ihre Spieler so. „Sam hört nie auf zu reden und hat immer gute Laune – und das jeden Tag“, schwärmte Skyliners-Kapitän Till Pape. „Das ist eine wahnsinnige Qualität.“ Dass sie eine Frau unter lauter Männern ist, ist laut Pape „kein Thema“ – abgesehen davon, dass die 33-Jährige nicht einfach in die Kabine der Jungs spaziert. „Wenn sie reinkommen will, klopft sie laut an und ist sehr umsichtig. Das ist der einzige Unterschied. Ein Mann in ihrer Rolle wäre unüberlegter.“
„Bei uns kommt es auf Kompetenz an“, so Chefcoach Klaus Perwas, der ebenfalls Lobeshymnen anstimmte. „Sie ist eine ganz taffe Persönlichkeit. Sie ist immer pünktlich und immer hilfsbereit, sie ist sich für nichts zu schade.“ Ins Trainerteam von Perwas kam Funnell über ihren Kontakt zu Ex-Skyliners-Geschäftsführer Sebastian Gleim, der sie bei seiner Arbeit in Neuseeland kennengelernt hatte.
Funnell aktuell „isoliert“ von Freund und Familie
2025 kam Funnell gemeinsam mit ihrem Freund Joe Reddish zu den Skyliners. Reddish ist im Sommer allerdings als Trainer nach Japan gewechselt. „Ich bin recht isoliert, kann man sagen“, gab Funnell mit Blick auf ihren Freund und ihre Familie, die zum Teil auch in Australien lebt, zu. „Es ist hart, so weit weg zu sein.“
Doch für ihren Traum nimmt Funnell, die im neuseeländischen Gisborne aufgewachsen ist und im Erwachsenenbereich immer Männerteams trainiert hat, auch das in Kauf. „Ich möchte als Individuum und Trainerin weiter wachsen“, sagte sie über ihre Ziele. „Ich möchte sehen, wohin ich es schaffen kann.“
Quelle: https://www.hessenschau.de/sport/basketball/skyliners-frankfurt/skyliners-co-trainerin-samara-funnell-pionierin-vom-anderen-ende-der-welt-v1,samara-funnell-100.html


