Eintracht Frankfurt steckt die Klatsche gegen Leipzig in den Knochen. Gegen Köln will das Team eine Reaktion zeigen. Trainer Adi Hütter weiß auch wie: Mit mehr Frankfurt-Mentalität.

Adi Hütter will mehr 069-Mentalität
Bild © IMAGO / Jan Huebner

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Es ist noch gar nicht so lange her, da war es für gegnerische Mannschaften ein Graus, in Frankfurt antreten zu müssen. Im Waldstadion, das war praktisch Konsens, ist es unangenehm. Es ist laut, es ist eklig, es gibt auf die Socken und zu holen ist selten etwas. Vom „Atletico Madrid Deutschlands“ schrieb das Fußballmagazin 11freunde, und das war als Kompliment gemeint.
Die Realität in 2026 ist derweil eine andere: Die Eintracht steht mit fünf Punkten aus fünf Spielen auf einem schwachen 14. Platz, zuletzt setzte es eine derbe 0:6-Klatsche in Leipzig und wenn der Eindruck nicht täuscht, kommt dem Spiel gegen Köln am Freitag (20.30 Uhr) eine besondere Bedeutung zu. „Das ist ein sehr, sehr wichtiges Spiel, möglicherweise auch ein richtungsweisendes Spiel. Entsprechend möchte ich den Einsatz der Mannschaft sehen“, sagte Trainer Adi Hütter am Mittwoch auf der Pressekonferenz vor dem Spiel.
Hütter: „Wir sind zu angenehm zu bespielen“
Einsatz, das ist das Stichwort. Genau jener scheint seiner Mannschaft zu oft abzugehen, ähnlich wie andere Kernkompetenzen, die es dringend braucht, um ein Fußballspiel in der Bundesliga zu gewinnen: Stabilität, Wehrhaftigkeit, Intensität. „Wir sind für viele Gegner zu bequem. Wir sind zu angenehm zu bespielen“, legte Hütter den Finger in die Wunde. „Wir müssen unbequemer sein. Ich will eine Mannschaft auf dem Platz sehen, die die 069-Mentalität mitbringt“, so Hütter in Bezug auf einen Begriff, der bei FUSSBALL 2000 geprägt wurde. Und der soll heißen: Wieder mehr Frankfurt statt Vorsicht, mehr Atletico statt Angsthasenfußball, Brust raus statt hängende Schultern. „Ich erwarte von unserer Mannschaft, dass wir von der ersten Minute an beißen, kratzen und zwicken.“
Dabei wird die Mannschaft erneut von Robin Koch als Kapitän angeführt. Der Innenverteidiger wurde von Hütter in Leipzig zur Pause vom Feld geholt, „erlöst“, wie Hütter sagte. Eine kontroverse Entscheidung des Österreichers, die in der Folge heiß diskutiert wurde. „Es geht immer um Leistung. Ich erwarte gerade von meinen Führungsspielern eine bestimmte Leistung. Das weiß Robin, darüber haben wir schon oft gesprochen“, so Hütter. „Wir haben mehr als ein Mal miteinander gesprochen. Es ist nicht angenehm, als Kapitän ausgewechselt zu werden, aber er hat es sehr gut aufgefasst.“
Hütter: „Ich möchte die Führungsspieler stärken“
Und so dürfte die Auswechslung ein Warnschuss für den seit Wochen, Monaten schwachen Koch gewesen sein, den Hütter explizit nicht fallen lassen will. „Er wird spielen, er wird auch Kapitän bleiben“, so Hütter. „Ich möchte die Führungsspieler stärken. Mit seiner Klasse und seiner Erfahrung sollte es eigentlich nicht so lange dauern, dass er wieder auf seinem Level ist.“
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Wie Hütter sein Team ansonsten ins Rennen schickt, bleibt abzuwarten. Gut möglich, dass in der Aufstellung angesichts der schwierigen Lage fortan Mentalität den Vorzug vor Qualität und Talent bekommt. Um so wieder dahin zu kommen, wo die Eintracht vor noch nicht allzu langer Zeit war. „Wir müssen uns den Nimbus einer Heimmacht zurückarbeiten. Wir müssen wieder unangenehm werden. Die Mannschaften, die hierherkommen, müssen sagen: Hier hängen die Kirschen höher.“ In 069, Frankfurt eben.
So könnte die Eintracht starten:

Bild © hessenschau.de
Sendung:
hessenschau.de, hr-Reporter berichten: Das sagt Hütter vor dem Köln-Spiel,
Quelle: hessenschau.de
Quelle: https://www.hessenschau.de/sport/fussball/eintracht-frankfurt/eintracht-frankfurt-vor-dem-koeln-spiel-auf-der-suche-nach-der-069-mentalitaet-v1,eintracht-vor-koeln-124.html



