16 Monate mussten die Bewohner eines maroden Hochhauses in Babenhausen auf ihre Rückkehr warten. Endlich ist ein Ende der langen Zwangspause in Sicht. Letzte Arbeiten müssen aber noch erledigt werden.

Das Hochhaus vor der Sanierung – ein Trümmerfeld.
Bild © Max Kleemann
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00:39 Min.||Helene Wilke
Am elfstöckigen Hochhaus in Babenhausen (Darmstadt-Dieburg) steht links ein riesiges Gerüst. Hier tut sich etwas, hier wird gewerkelt, innen und außen.
Die voranschreitenden Arbeiten sorgen für Aufatmen im Erloch: Nach 16 Monaten voller Rückschläge steht nun fest, dass die die Bewohnerinnen und Bewohner Ende Oktober in ihre Wohnungen zurückkehren können.
Bewohnerinnen und Bewohner mussten in Notunterkünfte
Ende Mai vergangenen Jahres war ein Fassadenteil herausgebrochen, kurze Zeit später ein zweites, das den kompletten Eingangsbereich zertrümmert hat. Im August fiel dann ein falsch eingebautes Fenster aus dem achten Stock in die Tiefe.
Die Bewohnerinnen und Bewohner durften das Haus nicht mehr betreten und mussten in Notunterkünfte ziehen.
Ärger mit Hausverwaltung
Immer wieder hatten die Bewohnerinnen und Bewohner Ärger mit der früheren Hausverwaltung. Es ging um nicht erbrachte Leistungen und verschwundenes Geld. Mittlerweile ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen Betrugs und Veruntreuung.
Seit es eine neue Hausverwaltung gebe, habe sich das Blatt aber komplett gewendet, freut sich Holger Gröning, der Verwaltungsbeirat der Wohnungseigentümergemeinschaft. Die Kommunikation sei mittlerweile offen und die Bauarbeiten liefen.
Zuletzt wurde eine fehlende Löschwasserpumpe installiert und abgenommen sowie Brandschutzwände errichtet. Jetzt geht es um das Trinkwasser in den 70 Wohnungen.
„Das war eine Ewigkeit abgestellt, jetzt müssen wir die Leitungen spülen, damit alle Bakterien und Legionellen abgetötet werden“, erläutert Gröning. Und man müsse dabei schauen, ob alle Leitungen noch dicht seien. Falls ja, könne es direkt mit dem Einzug losgehen. Aktuell sieht es nach Ende Oktober aus.
Bewohnerinnen und Bewohner freuen sich auf Einzug
Die Stimmung unter den Bewohnerinnen und Bewohnern sei jedenfalls gelöst, berichtet Gröning. Viele freuten sich, dass sie nach der langen Zeit der Ungewissheit endlich wieder einziehen können.

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Allerdings hätten der Leerstand und die Investitionen laut Gröning auch ihre Spuren hinterlassen: „Es gibt Besitzer, die ihre Wohnungen jetzt verkaufen müssen, weil sie Schulden haben.“

Eine Stunde hatten die Bewohner und Bewohnerinnen für den Auszug. Jetzt dürfen sie wieder einziehen.
Bild © hr
Sicher ist: Mit dem Einzug werden nicht alle Arbeiten fertig sein. Ein Teil der Brandschutzanlage fehle noch, dazu müsse die freiliegende Nordfassade gedämmt und das Dach erneuert werden.
Die voraussichtlich rund 1,3 Millionen Euro an weiteren Kosten trägt die Wohnungseigentümergemeinschaft. Am Babenhausener Hochhaus wird also weiter gewerkelt – auch, wenn dann die Bewohnerinnen und Bewohner zurück sind.
Quelle: https://www.hessenschau.de/panorama/babenhausen-bewohner-koennen-ende-oktober-in-problem-hochhaus-zurueck-v1,einzug-hochhaus-babenhausen-100.html



