Tödlicher Badeunfall in Nordhessen: Ein 74-Jähriger ist aus dem Stellbergsee geborgen worden – doch die Hilfe kam für ihn zu spät.

Rettungskräfte auf dem Stellbergsee (Archivbild)
Bild © Hessennews-TV
Der 74-Jährige war am Sonntagmittag im Stellbergsee zwischen Söhrewald und Guxhagen (Kassel) offenbar alleine schwimmen gegangen, wie die Polizei am Montag mitteilte. Andere Besucher des Sees hätten bemerkt, dass sich der Schwimmer plötzlich nicht mehr bewegte.
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00:38 Min.|Daniel Bresser
Mehrere Menschen hätten ihn daraufhin gemeinsam aus dem Wasser gezogen, Erste Hilfe geleistet und den Notarzt gerufen. Rettungskräfte seien gegen 13.30 Uhr eingetroffen und hätten die Notfall-Maßnahmen fortgesetzt, der Mann sei aber noch vor Ort gestorben.
Die Polizei geht nach ersten Erkenntnissen von einem Unfallgeschehen aus. Hinweise auf ein Fremdverschulden gebe es nicht. Die Ermittlungen zu den genauen Todesumständen dauern an.
See in ehemaligem Tagebau – keine Aufsicht
Der Stellbergsee, auch „Mondsee“ genannt, ist in den 1960er-Jahren aus einem stillgelegten Braunkohletagebau entstanden. Er liegt im Geo-Naturpark Frau-Holle-Land und ist Ziel mehrerer Spazier- und Wanderwege. Trotz beliebter Liegewiesen ist der See kein offizieller Badesee, es gibt dort keine Aufsicht.
In Hessen kam es in dieser Badesaison bis zum 15. September nach Angaben der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft zu Badeunfällen mit 18 Toten. Fünf von ihnen waren in Seen geschwommen.
Quelle: https://www.hessenschau.de/panorama/badeunfall-bei-soehrewald-schwimmer-tot-aus-stellbergsee-geborgen-v1,bade-unfall-stellbergsee-100.html


