Die Deutsche Bahn sagt einige ihrer geplanten Generalsanierungen vorerst ab. Betroffen davon ist die Strecke Frankfurt-Heidelberg – hier soll es erst nach 2031 losgehen. Nicht verschoben wird die Sanierung Fulda-Hanau.

Bauarbeiten der Bahn
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Die Bahnstrecke Frankfurt-Heidelberg wird noch später saniert als ursprünglich geplant. Das Projekt sollte eigentlich im Jahr 2030 über die Bühne gehen, wird aber jetzt um mindestens zwei Jahre auf nach 2031 verschoben.
Grund dafür ist eine Verschiebung mehrerer größerer Bauvorhaben auf wichtigen Strecken.
Bahn und Bundesregierung wollen in den kommenden fünf Jahren deutlich weniger vielbefahrene Strecken sanieren als bislang geplant. Bis 2031 sollen nur noch 13 statt 21 Strecken umfassend erneuert werden, wie die Deutsche Bahn und das Verkehrsministerium am Freitag mitteilten.
Die übrigen Sanierungen folgen demnach später. „Es werden keine Korridorsanierungen gestrichen, sondern nur verschoben“, hieß es. Auf wann, das soll nächstes Jahr „priorisiert“ werden. Betroffen von den auf frühestens 2032 verschobenen Projekten ist eben auch die über Darmstadt verlaufende Strecke Frankfurt-Heidelberg.
Strecke Fulda-Hanau wird wie geplant 2027 saniert
Mit der vorläufigen Absage von bundesweit acht Korridorsanierungen ist völlig offen, bis wann die sogenannten Generalsanierungen aller rund 40 geplanten Strecken abgeschlossen sein werden. Zuvor war der Plan, damit bis 2036 fertig zu werden.
Nicht betroffen von den Verschiebungen ist die Sanierung der Strecke Fulda-Hanau. Sie gehört zu den 13 Strecken, die bis 2031 angegangen werden sollen. Konkret soll es dort 2027 losgehen.
Umleitungen sollen besser werden
Besser werden sollen bei allen künftigen Generalsanierungen die Umleitungen. Die für die Infrastruktur zuständige Bahn-Tochter InfraGo bereite die Umleitungsstrecken intensiver vor und stimme den Bauablauf mit weiteren Baustellen im Schienennetz ab.
Nach Abschluss der Bauarbeiten soll der Zugverkehr künftig nur schrittweise wieder hochgefahren werden – statt, dass wie bisher an einem bestimmten Datum alle Verkehrsträger wieder fahren sollten.
Aufbruchstimmung bei Riedbahn-Sanierung
Noch mit viel Aufbruchstimmung war 2024 die erste der rund 40 Sanierungen auf der sogenannten Riedbahn zwischen Frankfurt und Mannheim gestartet. Nach sechs Monaten Bauzeit wurde die Strecke im Dezember desselben Jahres wieder eröffnet.
Doch schon beim zweiten großen Projekt kam die Ernüchterung. Auf der Strecke Hamburg-Berlin konnten aufgrund der Kälte im Januar und Februar dieses Jahres Kabelarbeiten im festgefrorenen Boden nicht durchgeführt wären. Die Eröffnung der Strecke verzögerte sich um rund sechs Wochen. Kurz danach verkündete die Bahn auch auf der Strecke Nürnberg-Regensburg eine verspätete Wiedereröffnung.
Pünktlichkeit nicht verbessert
An der schlechten Pünktlichkeit im Gesamtnetz haben die bisherigen Sanierungen zudem nichts geändert. Im ersten Halbjahr 2026 waren weniger als 60 Prozent der Fernzüge pünktlich unterwegs. Die Bahn betont, dass sich etwa auf der Riedbahn die Pünktlichkeit von Fernzügen verbessert habe. Pendler zeigten sich dagegen ein Jahr nach der Sanierung weniger zufrieden.
Die neue Bahnchefin Evelyn Palla hatte im Juli angekündigt, das Konzept der Generalsanierungen grundlegend auf den Prüfstand zu stellen. Einige Wochen später hob Palla den Zeitplan bis 2036 auf: Die Sanierungen würden deutlich länger dauern.
Quelle: https://www.hessenschau.de/wirtschaft/bahn-modernisiert-ice-strecke-frankfurt-heidelberg-deutlich-spaeter-v2,bahn-streckensanierungen-104.html

