Darmstadt 98 hielt beim Zweitliga-Ausnahmeteam aus Wolfsburg zunächst gut mit. Nach der Pause fehlte den Lilien aber erst das Glück und dann wurde es deutlich.
Darmstadts Aleksandar Vukotic beim Spiel in Wolfsburg.
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00:48 Min.|Kristoffer Klein
Mit 1:5 (1:2) musste sich Darmstadt 98 am Freitagabend beim VfL Wolfsburg geschlagen geben. Alexander Bernhardsson (14., 61.), Robert Glatzel (40., 80.) und Muhammed Damar (67.) trafen für die Gastgeber, Milan Smit erzielte das Tor (29.) für die Lilien.
Dass es schwer werden würde, war klar. Dass es so schnell so schwer werden würde, hatten sie zumindest zu verhindern gehofft. 111:28 stand es schon vor Anpfiff: Auf diese Marktwerten schätzt das Portal Transfermarkt die Kaderwerte des VfL Wolfsburg und der Lilien – jeweils in Millionen, versteht sich. Dass sich die schiere Überlegenheit des Zweitliga-Giganten in den ersten Spielen der jungen Saison noch nicht durchgehend auf die Wolfsburger Leistungen durchschlug, liegt wohl in der Natur eines großen Umbruchs. Als klarer Favorit ging der Absteiger trotz des mäßigen Saisonstarts ins Rennen.
Wolfsburg erwischt den besseren Start
Früh setzten die Gastgeber die Lilien-Defensive unter Druck. Eine knappe Viertelstunde konnte das Team von Florian Kohfeldt den Wölfen widerstehen, dann griff ein bekanntes Muster: Reese wirbelte auf dem Flügel, legte ab auf Bernhardsson, der mit Hilfe des Innenpfostens den Ball zur Führung ins lange Eck knallte (14.).
Die Dinge hätten früh ihren Lauf nehmen können, doch Darmstadt fand nach dem Rückstand etwas besser in die Partie. Vor allem Ho-Jae Lee bereitete den Gästen Probleme, traf bei der bis dahin größten Lilien-Chance den Pfosten (27.). Nun hatten die Südhessen kurz einen Fuß in der Tür und nutzten den Moment: Kai Kleefisch agierte aufmerksam im Gegenpressing und leitete nach einem bösen Fehlpass von Wolfburgs Joakim Maehle direkt weiter zu Smit. Der war zuletzt gegen Bielefeld noch mit durchaus ausbaubarer Chancenverwertung aufgefallen, vollstreckte nun aber eiskalt zum Ausgleich (29.).
Glatzel schaltet Pfiffe stumm
Ein verdienter Zwischenstand, auch wenn Wolfsburg ein Plus an Spielanteilen und Ballbesitz verzeichnete und nun wieder verstärkt den Weg nach vorn suchte. Ein Reese-Ball fand diesmal Yannick Gerhardt, der die Kugel freistehend jedoch nicht aufs Tor brachte (32.). Nach einer Ecke verlängerte auf Darmstädter Seite Aleksandar Vukotic per Kopf auf Lee, der übers Tor zielte (36.).
Schon waren erste Pfiffe gegen das eigene Team im Wolfsburger Stadion vernehmbar – ein Kompliment für die Lilien. Doch Glatzel unterband die atmosphärischen Störungen mit einem Kopfball ins kurze Eck zur erneuten Führung (40.). Lilien-Keeper Marcel Schuhen und Innenverteidiger Patric Pfeiffer hatten das Nachsehen, aber keine Schuld.
Pfeiffer mit kuriosem Doppelpfosten
Darmstadt eröffnete die zweite Hälfte mit einer kleinen Drangperiode. Dabei stand Pfeiffer erneut im Fokus: Der Innenverteidiger zog wuchtig und platziert aus der Distanz ab, der Ball sprang aber vom rechten an den linken Innenpfosten und von dort zurück ins Feld (49.).
Der VfL meldete sich erst nach rund einer Stunde wieder offensiv an. Reese brach auf dem linken Flügel durch und bediente den rechts mitgelaufenen Bernhardsson, der den Ball wuchtig zum 3:1 ins Netz knallte (61.). Maehle, der den Ball vor dem 1:1 noch verloren hatte, schaltete nun selbst um und setzte Damar in Szene, der alleine den Ball allein vor Schuhen zum 4:1 wuchtig einschoss (67.).
Auf reine Schadensbegrenzung wollte sich der SVD nicht beschränken und öffnete dadurch Räume, die Glatzel auf Vorlage von Reese mit einem Kopfball-Tor zum 5:1-Endstand bestrafte (79.).
Quelle: https://www.hessenschau.de/sport/fussball/darmstadt-98/darmstadt-98-kommt-beim-vfl-wolfsburg-unter-die-raeder-v1,wolfsburg-lilien-110.html


