Verkehr

Deutsche Bauern protestieren gegen Kürzungen bei Subventionen – Xinhua.

Deutsche Bauern protestieren gegen Kürzungen bei Subventionen – Xinhua.

Bauern in Deutschland haben eine Woche lang gegen die Abschaffung von Agrarsubventionen protestiert, wobei Tausende von Traktoren den Verkehr auf den Hauptstraßen am Montag störten. In Berlin allein versammelten sich rund 550 Traktoren am Brandenburger Tor. Landwirte aus dem ganzen Land sollen sich nächsten Montag in der deutschen Hauptstadt treffen. Als Reaktion auf die jüngsten Proteste hat die deutsche Regierung bereits ihre ersten Zugeständnisse an die Bauern gemacht. Statt einer unmittelbaren Abschaffung der Agrardieselsubventionen sollen diese nun allmählich reduziert werden. Eine geplante Abschaffung der Kfz-Steuerbefreiung wurde ebenfalls vollständig zurückgenommen.

Trotzdem sagen die Bauern, dass dies nicht weit genug gehe. „Am Ende bedeutet dies ein langsames Sterben“, sagte Joachim Rukwied, Präsident des Deutschen Bauernverbandes (DBV), auf einer Veranstaltung der Bayerischen Christlich-Sozialen Union (CSU) am Montag. Mit den Demonstranten üben die Bauern ihr Grundrecht aus, „der Gesellschaft und den Politikern mitzuteilen, dass Deutschland einen wettbewerbsfähigen Agrarsektor braucht“, sagte Rukwied. „Wir bitten die Bevölkerung um Verständnis. Wir wollen nicht die große Unterstützung und Solidarität verlieren, die wir von großen Teilen der Gesellschaft erhalten. Wenn wir jedoch mit Traktoren unterwegs sind, wird es zwangsläufig zu Verkehrsbehinderungen kommen.“

In Niedersachsen wurden über gefährliche Verkehrssituationen durch blockierte Autobahnen berichtet, es kam auch zu einem direkten Einfluss auf die Industrie, als die Produktion in einem Volkswagen-Werk vollständig zum Stillstand kam. Mitarbeiter konnten aufgrund der Blockaden nicht zur Arbeit kommen, so das Unternehmen. Letzten Donnerstag blockierten 100 Bauern Minister für Wirtschaft und Klimaschutz, Robert Habeck, daran gehindert, die Fähre bei einer privaten Reise zu verlassen.

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