In Wiesbaden entdeckten Passanten in einem Unfallwagen ein Baby mit schweren Verletzungen, nachdem der Vater sich vom Unfallort entfernt und das sechs Monate alte Kind alleine gelassen hatte. In der Nacht zum Samstag hörten Zeugen gegen 2 Uhr in Wiesbaden einen lauten Knall und fanden daraufhin ein auf der Seite liegendes Auto mit dem verletzten Baby, das von Ersthelfern versorgt wurde. Der Fahrer des Unfallwagens war zunächst verschwunden. Das sechs Monate alte Kind war in einer Babyschale auf dem Beifahrersitz nicht angeschnallt und wurde bei dem Unfall mit Kopfverletzungen in ein Krankenhaus gebracht, die laut erster medizinischer Einschätzung nicht lebensbedrohlich waren.
Später stellte sich der Fahrer des Wagens bei der Polizei, es handelte sich um den Vater des Säuglings, der daraufhin festgenommen wurde und sich nun in einem Strafverfahren wegen mehrerer Vergehen verantworten muss. Die Polizei vermutet, dass der Mann zu schnell unterwegs war und gegen geparkte Fahrzeuge, eine Laterne und Findlinge gefahren sein könnte. Ein Gutachter war vor Ort, um das Unfallgeschehen zu rekonstruieren. Insgesamt wurden fünf Fahrzeuge beschädigt und der Sachschaden wird auf rund 50.000 Euro geschätzt.


