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Eintracht-Sturmduo Burkardt und Ebnoutalib beim DFB: Die Erben von Grabowski und Hölzenbein

Eintracht-Sturmduo Burkardt und Ebnoutalib beim DFB: Die Erben von Grabowski und Hölzenbein

Bundestrainer Jürgen Klopp setzt gegen Griechenland auf geballte Hessen-Attacke. Mit Jonathan Burkardt und Younes Ebnoutalib zählen gleich zwei Eintracht-Angreifer zur Nationalmannschaft. Dass es das schonmal gab, ist lange 52 Jahre her.

Eintracht-Doppelsturm für Deutschland: Jonathan Burkardt (links) und Younes Ebnoutalib.


Für die Eintracht standen Burkardt und Ebnoutalib schon gemeinsam auf dem Platz. Für den DFB bald auch?
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||Bastian Gerling

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Der 7. Juli 1974, Olympiastadion zu München, Deutschland setzt sich im Finale gegen die Niederlande durch, wird Fußball-Weltmeister. Mittendrin: eine außergewöhnliche Frankfurter Flügelzange, Jürgen Grabowski und Bernd Hölzenbein, zwei Eintracht-Legenden, die bis heute unerreicht sind bei ihrem Klub. Neun Pflichtspiele absolvierten die Angreifer gemeinsam für den DFB, mit jenem gegen die Niederlande als absolutem Höhepunkt.

Weshalb das an dieser Stelle erwähnt wird: Am Sonntag (20.45 Uhr/live im Ersten) könnte es nach 52 Jahren wieder zu einer ähnlichen Konstellation kommen, zu zwei Frankfurter Fußballern Seite an Seite im DFB-Angriff. Wenn man so will: Younes Ebnoutalib und Jonathan Burkardt als Erben von Grabi und Holz. Zuzugeben, der Vergleich hinkt – zum einen mit Blick auf die sportlichen Qualitätsunterschiede, zum anderen mit jenem auf die Bedeutung der Protagonisten für die Eintracht und das DFB-Team. Rein faktisch aber ist er nicht falsch. Es gab in jüngerer Vergangenheit zwar noch andere Eintracht-Duos beim DFB, Nathaniel Brown und Burkardt etwa, oder Mario Götze und Kevin Trapp – nicht aber gleichzeitig zwei Angreifer.

Zwei Eintracht-Legenden: Bernd Hölzenbein und Jürgen Grabowski (rechts).


Zwei Eintracht-Legenden: Bernd Hölzenbein und Jürgen Grabowski (rechts).
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Frankfurter Sturmduo? „Wäre echt baba“

Nach den Muskelverletzungen von Jamal Musiala (FC Bayern) und Kai Havertz (FC Arsenal) holte Bundestrainer Jürgen Klopp kurzerhand mit Burkardt und Florian Wirtz (FC Liverpool) zwei Spieler aus dem zweiten DFB-Kader frühzeitig zur Mannschaft. Sie sollen bereits in zwei Tagen zum Aufgebot im Heimspiel gegen Griechenland gehören. Da neben Burkardt einzig noch sein Frankfurter Teamkollege Ebnoutalib als gelernter Mittelstürmer zum Kader zählt, kündigt sich doppelte Hessen-Power für Deutschland an. Als hätte es Ebnoutalib schon geahnt, sagte er vor der Saison in seiner unverstellten Art ins hr-Mikro: „Eine Doppelspitze mit Jonny wäre schon krass, echt baba.“

Wahrscheinlich ist allerdings, dass am Sonntag stets nur ein Eintracht-Spieler systembedingt auf dem Platz stehen wird, setzt Klopp doch auf einen zentralen Stürmer, der flankiert wird von zwei Außensprintern. Ebnoutalib betrieb dabei beim 1:1 gegen die Niederlande reichlich Eigenwerbung, als er sich 60 Minuten lang reinhaute in jeden Zweikampf, hier und da gekonnt die Bälle abschirmte und selbst zweimal torgefährlich wurde.

Burkardt bringt derweil die noch bessere Form aus dem Klub mit, ist seit Saisonbeginn kaum zu stoppen. Bei der Eintracht ist er erste Wahl für Trainer Adi Hütter. Ebnoutalib darf dann ran, wenn der Frankfurter Coach auf eine Doppelspitze setzt. Nicht auszuschließen ist daher, dass einer der beiden im kommenden Bundesligaspiel in Leipzig anfangs sogar nur auf der Bank sitzt.

Deutschlands beste Stürmer kommen aus Frankfurt

Die Entwicklung rund um die Frankfurter Angreifer, beide übrigens gebürtige Hessen – aus Frankfurt (Ebnoutalib) und Darmstadt (Burkardt) –, ist gleichwohl außergewöhnlich wie erstaunlich. Nicht wenige, auch der hr-sport, mutmaßten noch während der Sommerpause, dass die Offensive des Bundesligisten zu dünn besetzt sein könnte.

Hier ein verletzungsanfälliger Profi, dort ein ehemaliger Zweitligaspieler. Das genüge womöglich nicht den Ansprüchen, war an vielen Stellen zu lesen. Stand heute muss man festhalten: ein Fehlurteil. Für den Sonntag sind Burkardt und Ebnoutalib nicht mehr und nicht weniger als Deutschlands beste Stürmer – wer hätte das noch vor ein paar Wochen gedacht?

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Quelle: https://www.hessenschau.de/sport/fussball/eintracht-frankfurt/eintracht-sturmduo-burkardt-und-ebnoutalib-beim-dfb-die-erben-von-grabowski-und-hoelzenbein-v1,eintracht-burkardt-ebnoutalib-100.html

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