Das Transferfenster ist zu, Eintracht-Trainer Adi Hütter blickt nach vorne. Gegen den FC Augsburg soll seine Mannschaft so spielen, wie er es sich vorstellt: Proaktiv und mit Leidenschaft.
„Licht und Schatten“: Der neue Eintracht-Trainer Adi Hütter sah beim 3:3 zum Auftakt bei Union Berlin Positives und Negatives bei der Leistung seiner Mannschaft.
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00:38 Min.|Mathias Merget
Der Deadline Day ist drei Tage her, aber wer bei Eintracht-Trainer Adi Hütter auf der Pressekonferenz am Freitag vor dem Spiel gegen Augsburg (Sonntag, 17:30 Uhr) Sorgenfalten erwartet hatte, sah sich getäuscht. „Ich bin sehr zufrieden mit dem Kader“, sagte Hütter gleich mehrfach im Verlauf der knapp 24-minütigen PK. „Jetzt sind wir komplett. Meine Aufmerksamkeit gilt denen, die da sind.“
Klare Sache: Der Mann will den Blick nach vorne richten. Dass im Transferfenster kein zusätzlicher Stürmer mehr kam und die Außenverteidigerpositionen arg dünn besetzt sind – geschenkt. Zumal mit Noah Atubolu und Lilian Brassier, den Hütter schon nach Monaco holen wollte, noch Stammtorwart und -Innenverteidiger kamen. „Ich weiß seit dem Sommer, dass ein Umbruch ansteht. Wir haben das Bestmögliche rausgeholt“, so Hütter.
Hütter: „Überzeugt, dass wir erfolgreich sein werden“
Der volle Fokus gilt also dem Spiel gegen den FC Augsburg. Und das könnte eine echte Standortbestimmung werden. Denn nach dem 3:3-Remis bei Union Berlin weiß man bei der Eintracht noch immer nicht so ganz, wo man steht. „Da geht es mir wie euch“, grinste Hütter auf eine entsprechende Nachfrage, nicht ohne dann noch anzufügen: „Ich bin immer davon überzeugt, dass das, was wir machen, erfolgreich sein wird.“

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Zumindest über 75 Minuten war das in Berlin schon der Fall, die Ansätze des Hütter-Fußballs waren zu erkennen, die Offensive machte Spaß, das Team legte die nötige Intensität an den Tag. Dann aber brach die Eintracht ein und hielten dem Druck der Unioner nicht mehr Stand. „Wir haben die Seiten nicht mehr zubekommen, Flanken zugelassen und konnten unser Spiel nicht mehr spielen, haben im Ballbesitz nicht mehr gut agiert“, bemängelte Hütter, der mehr Konsequenz im und um den eigenen Strafraum anmahnte. „Das müssen wir verbessern.“
Hütter: „Zeigen, dass wir gewinnen wollen“
Idealerweise schon direkt am Sonntag, denn mit dem FC Augsburg kommt eine Mannschaft, die bestens in die Saison gestartet ist. Die Fuggerstädter lieferten beim 3:0 zum Auftakt gegen Schalke eine blitzsaubere Leistung ab. „Eine spannende Mannschaft, sie werden mit viel Selbstvertrauen kommen“, so Hütter. „Sie haben eine gute Stabilität und viele interessante Spieler. Ich erwarte, dass wir den Leuten zeigen, dass wir das Spiel von der ersten Minute an gewinnen wollen.“
Womit man beim großen Thema von Adi Hütter wäre, dem Adi-Hütter-Fußball, den Hütter selbst mit „Intensität, Identität“ umriss. Denn Transfers hier, Systemfragen da – was zählt, ist auf dem Platz. „Das Wichtigste ist, dass wir reinbekommen, was ich sehen möchte. Das ist ein Prozess, wie ich gerne Fußball spielen möchte: proaktiv, mit Leidenschaft. Wenn wir das erreichen, werden auch die Ergebnisse stimmen.“ Und wenn seine Mannschaft das erreicht, dürfte Hütter auch auf der Pressekonferenz nach dem Spiel das ein oder andere Mal sagen: „Ich bin zufrieden.“
So könnte die Eintracht starten:

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Quelle: https://www.hessenschau.de/sport/fussball/eintracht-frankfurt/eintracht-vor-dem-augsburg-spiel-der-prozess-hin-zum-huetter-fussball–v1,eintracht-vor-fca-100.html


