Wegen des Niedrigwassers im Rhein fordern die Anrainer-Bundesländer mehr Geld vom Bund, um sich auf die Umstände einzustellen. Letztlich helfe aber nur etwas anderes.
Ein Frachtschiff, das nur teilweise beladen werden konnte, befährt den Rhein in der Nähe des Pegel Kaub, wo der Wasserstand extrem niedrig ist.
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Mit Blick auf die Einschränkungen in der Binnenschifffahrt durch Niedrigwasser fordern die vier deutschen Anrainerländer des Rheins mehr Geld vom Bund für Wasserstraßen.
Während Straße und Schiene regelmäßig im Mittelpunkt der verkehrspolitischen Debatte stünden, blieben die Wasserstraßen bei einem Finanzbedarf in Höhe von mindestens 2,5 Milliarden Euro jährlich weit hinter einer „bedarfsgerechten Erhaltung“ zurück, heißt es in einem gemeinsamen Positionspapier von Hessen, Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen. Das Geld sei einfach nicht ausreichend, so die Kritik. Ländervertreter hatten sich am Freitag zur 8. Länderkonferenz Rhein in Wiesbaden getroffen.
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02:51 Min.|Luca Kissel
Mansoori: „Da hilft nur Klimaschutz“
„Wir brauchen belastbare Verkehrswege auf Straße, Schiene und Wasserstraße“, sagte Hessens Verkehrsminister Kaweh Mansoori (SPD). Der Bund müsse die notwendigen Modernisierungen verlässlich finanzieren. Langfristig ersetze eine belastbare Infrastruktur allerdings nicht das Wasser im Rhein, gab der Minister zu Bedenken. „Da hilft nur Klimaschutz.“
Investitionen in Niedrigwasser-taugliche Schiffe
Es müsse auch darum gehen, Flotten von Binnenschiffen zu fördern, die auch bei extremem Niedrigwasser zuverlässig und wirtschaftlich fahren könnten, sagte der Staatssekretär im nordrhein-westfälischen Verkehrsministerium Viktor Haase (Grüne).
Die baden-württembergische Verkehrsministerin Nicole Razavi (CDU) bekräftigte, dass Häfen als wichtige Umschlagspunkte im System eine entscheidende Rolle spielten.
Wirtschaftsverbände fordern Investitionen in Klimaresilienz
Den Worten sollten auch Taten folgen, sagte der Geschäftsführer der Initiative System Wasserstraße, Magnus Bünning. Der Zusammenschluss von 22 Wirtschaftsverbänden schloss sich den Forderungen der Rhein-Anrainer an.
„Kurzfristige Maßnahmen wie Aufhebung des Sonn- und Feiertagsfahrverbots können zwar die Auswirkungen des Niedrigwassers mindern, bleiben aber letztlich reine Symptombekämpfung“, erklärte Bünning. Vorrangig müsse jetzt in Klimaresilienz der Bundeswasserstraßen sowie der Häfen investiert werden.
Quelle: https://www.hessenschau.de/wirtschaft/niedrigwasser-im-rhein-hessen-und-weitere-laender-fordern-mehr-geld-vom-bund-v1,binnenschifffahrt-forderungen-100.html



