Eine Ausstellung im Cincinnati Art Museum widmet sich der Geschichte der „Monuments Men“, einer speziellen Alliierten-Einheit, die am Ende des Zweiten Weltkriegs durch Europa zog, um von den Nazis versteckte oder gestohlene Kunstwerke zu finden. Die Ausstellung mit dem Titel „Gemälde, Politik und die Monuments Men: Die Berliner Meisterwerke in Amerika“ erzählt die Geschichte von 202 Gemälden aus ganz Europa, die von der US-Armee aus einem Salzbergwerk gerettet wurden. Die Kunstwerke wurden kurz nach Kriegsende in den Vereinigten Staaten ausgestellt, bevor sie nach Deutschland zurückkehrten. Die Ausstellung umfasst vier der Originalgemälde ausgeliehen von den staatlichen Museen Berlin sowie Werke aus anderen renommierten Museen.
Ein besonderer Fokus der Ausstellung liegt auf Walter Farmer, einem Mitglied der Monuments Men aus Cincinnati. Farmer war Direktor des Wiesbaden Central Collecting Point, wo er die Sortierung, Katalogisierung, Restaurierung und letztendliche Restitution Tausender Objekte überwachte. Zudem war er maßgeblich daran beteiligt, die 202 Gemälde in die USA zu schicken, was zu einem kontroversen Protest führte. Farmer blieb nach dem Krieg stark in der Kunstszene von Cincinnati und den USA involviert und erhielt hohe Auszeichnungen.
Die Monuments Men bestanden aus etwa 350 Männern und Frauen, darunter Kunsthistoriker und Museumskuratoren, die speziell ausgebildet waren, um Kunstwerke, Archive und historisch bedeutende Monumente in Europa zu schützen. Ihre Bemühungen wurden im beliebten Film „The Monuments Men“ von 2014 dargestellt, basierend auf dem Buch „The Monuments Men: Allied Heroes, Nazi Thieves and the Greatest Treasure Hunt in History“. Die Ausstellung „Gemälde, Politik und die Monuments Men: Die Berliner Meisterwerke in Amerika“ läuft vom 9. Juli bis zum 3. Oktober 2021 im Cincinnati Art Museum.


