Der britische Verkehrsminister Grant Shapps hat erklärt, dass es nicht in der Verantwortung der Regierung liege, Streiks im Bahnverkehr zu stoppen, obwohl Gewerkschaften nach Verhandlungen rufen. Die RMT-Gewerkschaft plant Streiks, die fast alle wichtigen Bahnlinien in Großbritannien betreffen, sowie die Londoner U-Bahn. Diese Streiks werden auch an nicht-Streiktagen Auswirkungen haben. Es wird ein Sonderfahrplan für England, Schottland und Wales geben.
Die RMT-Gewerkschaft gab bekannt, dass die Gespräche zwischen der Gewerkschaft und Network Rail gescheitert seien. Die RMT behauptet, dass die politischen Entscheidungsträger es versäumt haben, den Streik zu verhindern, und beschuldigt die Regierung, die Streiks zulassen zu wollen, um Spaltung zu säen. Die Regierung argumentiert, dass Verhandlungen zwischen Gewerkschaften und Arbeitgebern stattfinden sollten und wirft der RMT vor, einen Klassenkrieg zu provozieren.
Das Ziel der Streiks ist es, gerechte Löhne und Bedingungen zu sichern und Jobverluste zu verhindern. Andere Gewerkschaften warnen, dass sie ebenfalls streiken könnten, wenn sie keine für angemessen erachteten Lohnerhöhungen erhalten. Die Regierung betont, dass sie die Streiks vermeiden will, sieht aber auch den politischen Vorteil eines Konflikts mit einer linksgerichteten Gewerkschaft. Labour-Chef Sir Keir Starmer hat kritisiert, dass die Regierung die Streiks zulassen will, um Spaltung zu erzeugen.
Die RMT hat festgestellt, dass ihre Mitglieder mit stagnierenden Löhnen und vorgeschlagenen Stellenkürzungen unzufrieden sind. Die Gewerkschaft fordert keine Lohnerhöhung in Höhe der aktuellen RPI-Inflationsrate, sondern verlangt einen Lohnanstieg, der die gestiegenen Lebenshaltungskosten berücksichtigt. Labour hat betont, dass die Regierung mit den Bahnarbeitern verhandeln muss, um die Streiks zu verhindern.


