Nur ein Nagelbrett konnte sie stoppen: In der Nacht hat eine Autofahrerin in Nordhessen offensichtlich die Orientierung verloren. Sie fuhr auf der A7 kilometerlang in die falsche Richtung.

Letzter Halt Nagelsperre!
Bild © picture alliance / dpa | Paul Zinken
Alle Versuche, eine Falschfahrerin in der Nacht zum Montag auf der A7 zwischen Kassel-Süd und Guxhagen zu stoppen, schlugen zunächst fehl.
Audio
00:39 Min.|Daniela Möllenkamp
Nach Angaben der Polizei fuhr die 68-Jährige, die aus Niedersachsen nach Hessen unterwegs war, 35 Kilometer auf der Autobahn gegen die Fahrtrichtung. Zuerst sprach die Polizei sogar von einer Irrfahrt über 42 Kilometer Länge.
Andere Verkehrsteilnehmer wurden über Rundfunk gewarnt. Die Polizei veranlasste eine Vollsperrung an der Anschlussstelle Kassel-Nord.
Eine Polizeistreife musste der Frau bei dem Versuch, sie zu stoppen, ausweichen, um einen Frontalzusammenstoß zu verhindern. Trotz der Intervention der Polizei fuhr die Frau mit 40 bis 140 Stundenkilometern noch einige Zeit weiter, dabei streifte ihr Wagen auch eine Betonschutzwand.
Reifen des Autos zerstört
Als letztes Mittel sperrte die Polizei einen weiteren Autobahnabschnitt bei Guxhagen und setzte einen so genannten Stop Stick ein. Das ist eine Art Nagelsperre, die die Beamten auf die Fahrbahn legten, um gezielt die Reifen des Autos zu zerstören und so die Fahrt zu beenden.
Nach Angaben der Polizei machte die Fahrerin einen deutlich verwirrten Eindruck. Sie wurde in ein Krankenhaus gebracht. Ihren Führerschein beschlagnahmten die Beamten. Verletzt wurde bei der Irrfahrt niemand, es soll aber zu mehreren Gefährdungen gekommen sein. Alkohol war laut Polizei nicht im Spiel.

Mit einem so genannten Stop Stick hat die Polizei die Falschfahrerin an der Weiterfahrt gehindert (Symboldbild).
Bild © picture alliance / abaca | Shootpix/ABACA
Quelle: https://www.hessenschau.de/panorama/falschfahrerin-auf-a7-bei-kassel-frau-faehrt-35-kilometer-in-falsche-richtung-v3,geisterfahrerin-a7-104.html

