Ali Bashar, ein abgelehnter Asylbewerber, steht in Deutschland vor Gericht, angeklagt des Mordes und der Vergewaltigung eines 14-jährigen deutschen Mädchens aus Wiesbaden. Bashar gestand vor Gericht, Susanna Feldman erwürgt zu haben, behauptete jedoch, sich nicht daran erinnern zu können, wie es passiert sei. Der Fall sorgte im Mai 2018 für Empörung in Deutschland und führte dazu, dass Bundeskanzlerin Angela Merkel schnellere Abschiebungen abgelehnter Asylbewerber forderte. Bashar wird auch beschuldigt, einen Mann in einem Park angegriffen zu haben und wird nächste Woche separat wegen der mutmaßlichen Vergewaltigung eines 11-jährigen Mädchens vor Gericht stehen.
Im Prozess beschrieb der Angeklagte, wie seine Familie 2015 aus dem Irak geflohen war und seit seiner Ankunft in Deutschland Drogen konsumiert habe. Er gab an, Susanna drei Monate vor dem Angriff getroffen zu haben und mit ihr Zeit verbracht zu haben. Er behauptete, ihr Alter nicht gekannt zu haben. Er bestreitet die Vergewaltigung und behauptet, sie hätten einvernehmlichen Sex gehabt. Die Anklage behauptet jedoch, dass Susanna in einem Wald vergewaltigt und von hinten erwürgt wurde, als sie drohte, zur Polizei zu gehen. Ihr Körper wurde nach einer Aussage eines 13-jährigen afghanischen Flüchtlings aus Bashars Asylunterkunft neben einer Bahnlinie gefunden.
Die Aufdeckung des Falles führte zu weit verbreiterter politischer Wut. Die Polizei wurde nach dem Verschwinden der Jugendlichen kritisiert, weil sie nicht ausreichend nach ihr gesucht hatte. Bundeskanzlerin Angela Merkel äußerte in einem TV-Interview im Juni letzten Jahres, wie wichtig es sei, Menschen ohne Aufenthaltsstatus vor Gericht zu stellen, damit sie schnellstmöglich abgeschoben werden können. Der Fall wurde von rechten Politikern der AfD für politische Zwecke ausgenutzt. In Deutschland gab es Demonstrationen gegen illegale Einwanderung, drei Jahre nachdem eine Welle von Migranten und Flüchtlingen in Deutschland ankam. Verschiedene Straftaten, an denen Asylsuchende beteiligt waren, haben in Deutschland öffentliche Empörung ausgelöst.


