Politik

Irakischer Mordverdächtiger kehrt nach Deutschland zurück

Irakischer Mordverdächtiger kehrt nach Deutschland zurück

Ein irakischer Mann, der gestanden haben soll, eine deutsche Teenagerin vergewaltigt und ermordet zu haben, wurde nach Deutschland abgeschoben. Ali Bashar, ein 20-jähriger abgelehnter Asylbewerber, verschwand nachdem Susanna Maria Feldman, 14 Jahre alt, in der Nähe von Wiesbaden tot aufgefunden wurde. Er wurde am Freitag im irakischen Kurdistan festgenommen und soll laut Polizei dort die Tat gestanden haben. Bewaffnete und vermummte Polizeibeamte brachten ihn am Samstag ins Polizeipräsidium in Wiesbaden. Innenminister Horst Seehofer äußerte sich erfreut darüber, dass der Verdächtige in Deutschland vor Gericht gestellt wird. Der Fall hat in Deutschland eine erneute Debatte über die Einwanderungspolitik ausgelöst.

Die Polizei in der autonomen kurdischen Region im Irak gab bekannt, dass Mr. Bashar in seiner Heimatregion Duhok festgenommen wurde, nachdem die deutschen Behörden Kontakt aufgenommen hatten. Die Mutter des Mädchens hatte sie am 23. Mai als vermisst gemeldet. Susannas Leiche wurde in einem Waldgebiet in der Nähe eines Asylbewerberzentrums gefunden, in dem Mr. Bashar und seine Familie lebten. Sie wurde erwürgt und sexuell missbraucht. Bundeskanzlerin Angela Merkel wurde für ihre Entscheidung, Deutschlands Grenzen während der Flüchtlingskrise in Europa 2015 zu öffnen, stark kritisiert. Mehr als eine Million Migranten kamen als Folge dessen ins Land. Der dadurch ausgelöste Widerstand half, die rechtsextreme Alternative für Deutschland (AfD) bei den letzten Wahlen in den Bundestag einzuführen.

Hinweis zur Terminologie: Die BBC verwendet den Begriff Migrant, um sich auf alle Menschen auf der Flucht zu beziehen, die den rechtlichen Prozess des Asylantrags noch nicht abgeschlossen haben. Diese Gruppe umfasst Menschen, die aus kriegsgebeutelten Ländern wie Syrien fliehen und wahrscheinlich den Status eines Flüchtlings erhalten, sowie Menschen, die Arbeit und ein besseres Leben suchen und von den Regierungen wahrscheinlich als Wirtschaftsmigranten eingestuft werden.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert