Politik

Nach Tornado: Kreis will Finanzhilfen für Unwetter-Geschädigte in Wetzlar und Solms

Nach Tornado: Kreis will Finanzhilfen für Unwetter-Geschädigte in Wetzlar und Solms

Nach dem folgenschweren Tornado bittet der Lahn-Dill-Kreis das Land um Unterstützung für besonders betroffene Bürger. Noch sind nicht einmal alle Schäden an Häusern erfasst.


In Solms wurden durch den Tornado Dachteile von Häusern auf die Straßen getragen.
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02:28 Min.
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Nach Tornado in Solms: Der Schock sitzt noch tief

Schäden Tournado

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In Absprache mit den beiden vom folgenschweren Tornado getroffenen Städten Solms und Wetzlar hat der Lahn-Dill-Kreis Finanzhilfe für die Unwetter-Geschädigten beantragt. Das teilte der Landkreis am Mittwoch mit. Die dafür erforderliche Genehmigung des Kreistages solle am kommenden Montag erteilt werden.

Der Tornado war in der Nacht zum 20. August durch den Großraum Wetzlar gefegt und hatte allein im Stadtteil Münchholzhausen etwa 60 Häuser beschädigt. In Solms zog das Unwetter laut Bürgermeisterin Katharina Didlapp (parteilos) etwa ein Dutzend Häuser in Mitleidenschaft und richtete wohl Millionenschäden an. Auch andernorts verursachten Unwetter Schäden. In Schlitz (Vogelsberg) wütete offenbar ebenfalls ein Tornado.

Einige Häuser sind einsturzgefährdet

Noch liefen die Aufräumarbeiten, und die Schäden seien längst nicht überall beseitigt, erklärte der Landkreis. Vor allem Wetzlar-Münchholzhausen und Solms-Oberndorf seien von den schweren Sturm- und Tornadoerscheinungen getroffen worden. Dächer seien abgedeckt, Fassaden und Fenster beschädigt worden, Bäume seien auf Gebäude und Grundstücke gestürzt. In einzelnen Fällen seien Häuser vorerst nicht mehr bewohnbar, teils bestehe gar Einsturzgefahr.

„Wie groß der Gesamtschaden ist, lässt sich derzeit noch nicht abschließend beziffern“, hieß es. Die Kommunen erfassten weiterhin die Schäden, auch Versicherungen und andere Stellen seien damit beschäftigt. Nach bisherigen Erkenntnissen seien jedoch zahlreiche private Haushalte erheblich betroffen.

Versicherungen zahlen nicht alles

Für die Eigentümer gehe es nicht nur um Sachschäden. Wo Dächer gesichert, Gebäude notdürftig repariert oder Wohnungen wieder bewohnbar gemacht werden müssten, entstünden innerhalb kürzester Zeit hohe Kosten. Hinzu kämen möglicherweise Kosten für eine vorübergehende Ersatzunterkunft. Nicht alle Schäden seien durch Versicherungen ganz oder teilweise abgedeckt.

Man wolle deshalb staatliche Unterstützung durch das Land Hessen ermöglichen, erklärte der Kreis. Grundlage dafür sei die Richtlinie zur Gewährung staatlicher Finanzhilfen bei Elementarschäden. Der Lahn-Dill-Kreis beantrage die Finanzhilfeaktion, entscheide aber nicht selbst über die Auszahlung des Geldes. Ob Hilfe gewährt wird, welche Voraussetzungen gelten, wer antragsberechtigt ist und wie hoch eine mögliche Unterstützung ausfällt, entscheide das Land Hessen, betonte der Landkreis.

„Die Hilfsbereitschaft ist bewundernswert“

Landrat Carsten Braun (CDU) erklärte: „Für viele Menschen geht es nicht um einen kleinen Schaden, sondern um die Sicherung ihres Zuhauses und teilweise um die Frage, wie sie die nächsten Wochen und Monate finanziell bewältigen können.“ Staatliche Hilfe könne besonders schwere und existenzbedrohende Folgen des Unwetters abfedern.

Die Städte Wetzlar und Solms unterstützen den Antrag des Kreises. Wetzlars Oberbürgermeister Manfred Wagner (SPD) und die Solmser Bürgermeisterin Didlapp betonten zugleich die große Solidarität in der Bevölkerung: „Die Hilfsbereitschaft der Mitbürgerinnen und Mitbürger ist bewundernswert“, sagte Wagner. „Viele haben sofort angepackt und den Betroffenen geholfen.“ Doch auch diese Hilfsbereitschaft stoße irgendwann an Grenzen. „Bei denjenigen, die besonders schwer getroffen wurden, sind deshalb weitergehende Hilfen erforderlich.“

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Quelle: https://www.hessenschau.de/politik/nach-tornado-kreis-will-finanzhilfen-fuer-unwetter-geschaedigte-in-wetzlar-und-solms-v1,finanzhilfen-nach-tornado-100.html

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