Mehr als eineinhalb Jahre lang wird das Torhüterinnen-Leben von Sophia Winkler durch die Reha nach einem Kreuzbandriss bestimmt. Nun ist die 23-Jährige zurück im Kasten – und kann es selbst kaum glauben.

Steht endlich wieder im Tor: Sophia Winkler.
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00:33 Min.|Bastian Gerling
Die Unterstützung war außergewöhnlich. Auf der Tribüne im Stadion am Brentanobad hatten sich die Kolleginnen fast in Teamstärke versammelt. Hier ein Plakat mit ihrem Konterfei, dort ein Spruch zur Anfeuerung. „Willkommen zurück! Ob links, ob rechts, ob hoch, ob flach – Sophia hält sie alle wach.“ Dauerapplaus inklusive. Sophia, das ist Sophia Winkler, Profitorhüterin von Beruf, angestellt bei Eintracht Frankfurt und am Ende einer ewiglangen Leidenszeit angekommen.
Seit Februar 2025 hatte die 23-Jährige, die in ihrer Karriere bereits einmal für das deutsche Nationalteam unter der Latte gestanden hat, kein Pflichtspiel mehr absolviert. Ein Kreuzbandriss im linken Knie, den sie sich im Training beim DFB zuzog, setzte sie 20 Monate außer Gefecht. Nun feierte sie ihr Comeback. Zweites Team, zweite Liga, noch dazu mit 1:2 verloren gegen Hertha BSC. Winkler, und man konnte es ihr nicht verdenken, war dennoch überglücklich. „Ein unbeschreibliches Gefühl, ich kann es noch nicht ganz realisieren“, sagte sie den vereinseigenen Medien. Es habe sich zwar etwas komisch angefühlt, wieder auf dem Platz zu stehen, „überwiegend habe ich mich aber gefreut“.

Die Eintracht-Teamkolleginnen unterstützen Sophia Winkler.
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„Habe so lange auf den Moment hingefiebert“
Für Winkler war es der erste Pflichtspiel-Einsatz überhaupt im Eintracht-Trikot, ihre Verletzung hatte sie sich nur wenige Tage nach Bekanntgabe des Transfers von der SGS Essen nach Frankfurt zugezogen. „Ich habe so lange auf diesen Moment hingearbeitet und hingefiebert“, sagte die Torhüterin voller Stolz. Winkler galt vor ihrer Verletzung als größtes Talent unter den jungen, deutschen Torhüterinnen. Sie hat eine gute Strafraumbeherrschung, gute Reflexe und überzeugt auch mit dem Ball am Fuß.
Freilich wird sie weiterhin Geduld benötigen. Zum einen soll sie sich langsam und sicher an die Belastung gewöhnen, zum anderen hat sich ihre Vertreterin Lina Altenburg im Kasten des Erstligisten beachtlich entwickelt. Kurzfristig dürfte für Winkler an ihr kein Vorbeikommen sein. Am Tag des Comebacks spielte das natürlich keine Rolle in den Gedanken der Keeperin, vielmehr strahlte sie einfach nur übers ganze Gesicht. Auch, als ihre Mitspielerinnen samt Plakat das Interview crashten. Winkler drehte sich um, lachte und sagte: „Ich habe einfach mit Abstand die besten Teamkolleginnen.“
Quelle: https://www.hessenschau.de/sport/fussball/eintracht-frankfurt-frauen/nationaltorhueterin-sophia-winkler-feiert-umjubeltes-eintracht-comeback-v1,eintracht-winkler-comeback-100.html

