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Sabotage-Akte: Hessen erhöht Schutz für Umspannwerke

Sabotage-Akte: Hessen erhöht Schutz für Umspannwerke

Nach mutmaßlicher Sabotage an Stromnetzen in Brandenburg und bei Köln hat Innenminister Poseck versichert, dass es keine Hinweise auf vergleichbare Taten in Hessen gebe. Dennoch werden die Sicherheitsvorkehrungen erhöht – wie etwa das Beispiel Main-Kinzig-Kreis zeigt.


Umspannwerk. (Archifoto)
Bild © picture alliance/dpa | Sina Schuldt


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Nach mutmaßlichen Sabotageakten an Stromnetzen in Brandenburg und bei Köln versichert Hessens Innenminister Roman Poseck (CDU): „Wir tun alles dafür, auch in dieser Zeit für ein Höchstmaß an Sicherheit in Hessen Sorge zu tragen.“

Die jüngsten Anschläge in Deutschland zeigten die angespannte Sicherheitslage und die hohe Bedeutung des Schutzes der kritischen Infrastruktur.

Einzelne Schutzkonzepte bleiben geheim

Die Polizei fahre an sensiblen Einrichtungen regelmäßig Streife. „Infolge der aktuellen Geschehnisse sind diese Maßnahmen noch einmal verschärft worden“, betonte Poseck. Betreiber von kritischer Infrastruktur, wozu etwa Energie, Wasser, Ernährung und Verkehr gehörten, sind nach Angaben des Ministers für die Sicherung ihres Geländes generell selbst verantwortlich. Sie stünden dazu aber mit den zuständigen Landesministerien im Austausch.

Das Innenministerium ergänzte: „Zu konkreten Schutzkonzepten, Sicherheitsvorkehrungen einzelner Anlagen oder möglichen Szenarien äußern wir uns aus nachvollziehbaren Sicherheitsgründen grundsätzlich nicht.“

Netzbetreiber fahren Sicherheitsvorkehrungen hoch

Unterdessen verstärken die Kreiswerke Main-Kinzig derzeit den Schutz ihrer wichtigen Anlagen. Das gilt unter anderem für die drei Umspannwerke in Gelnhausen, Wächtersbach und Hasselroth-Niedermittlau, wie eine Sprecherin des Kreises sagte. Konkrete Vorfälle gebe es bislang aber nicht.

Auch andere hessische Netzbetreiber erhöhen nach hessenschau-Informationen ihre Sicherheitsvorkehrungen.

Poseck: Angriffe auf kritische Infrastruktur nehmen zu

Poseck erklärte, insbesondere seit Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine gebe es hierzulande zunehmend Angriffe auf die kritische Infrastruktur. „Russlands Politik wird immer aggressiver. Sie verfolgt das Ziel, uns und unsere Demokratie zu destabilisieren“, erläuterte der Innenminister.

Der gescheiterte Drohnenangriff am Flughafen Leipzig/Halle, für den die Bundesregierung Moskau verantwortlich macht, zeigt nach Posecks Worten, „wie real die Gefahr ist“.

Angriffe auf Stromversorgung

Am Dienstag waren an einem Umspannwerk unweit des Kraftwerks Jänschwalde in Brandenburg Sprengvorrichtungen gefunden worden. Auch in Nordrhein-Westfalen wird nach einer Störung an einem Umspannwerk in Bergheim bei Köln ermittelt. Sie wurde nach ersten Erkenntnissen der Polizei ebenfalls vorsätzlich verursacht.

In München wurden am Donnerstag Brandsätze auf die Baustelle eines Rüstungskonzerns geworfen. Das Bayerische Landeskriminalamt vermutet einen Anschlagsversuch. 

Quelle: https://www.hessenschau.de/politik/sabotage-akte-hessen-erhoeht-schutz-fuer-umspannwerke-v1,stromnetzwerke-sabotage-schutz-100.html

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