Vor fünfzig Jahren, in dieser Woche, während einer Rede, die die amerikanische Solidarität mit den Menschen in Westdeutschland markierte, sagte John F. Kennedy den mittlerweile berühmten Satz „Ich bin ein Berliner“. Dieser Ausspruch, fast zwei Jahre nach dem Bau der Berliner Mauer, markierte einen entscheidenden Moment in der Geschichte des Kalten Krieges und bildete den Höhepunkt von Kennedys viertägigem Staatsbesuch in Deutschland vom 23. bis 26. Juni 1963. Der 28-jährige Fotograf Ulrich Mack machte sich im Auftrag des deutschen Magazins Quick mit seinen sechs Leica-Kameras auf den Weg, um Kennedys Reise zu dokumentieren.
Um anlässlich des 50. Jahrestages dieser Reise zu gedenken, hat der Hirmer Verlag das Buch „Kennedy in Berlin“ herausgebracht, das vom University of Chicago Press vertrieben wird. Es enthält 120 schwarz-weiß Bilder von Mack, von denen viele noch nie veröffentlicht wurden. Die Fotos zeigen Kennedy auf seiner Reise durch Köln, Bonn, Frankfurt, Wiesbaden und West-Berlin. Die Kapitel des Buches sind nach den besuchten Städten gegliedert und listen den umfangreichen täglichen Zeitplan des Präsidenten auf. Mack und seine Kameras schienen überall zu sein, dokumentierten Kennedys Besuch am Checkpoint Charlie, seine öffentlichen Ansprachen, verschiedene Autokorso-Prozessionen, Treffen mit Würdenträgern und Aufnahmen der Menschenmassen, die sich zu Hunderttausenden versammelten, um die berühmte Rede in Berlin zu hören.
Die weitwinkligen Aufnahmen der Menschenmenge geben dem Betrachter einen Eindruck von der Emotion des Ereignisses, während gleichzeitig ein Gefühl von Ordnung erhalten bleibt. Es gibt auch eine gewisse Vorahnung, denn einige Bilder zeigen Teilnehmer, die ihre Kameras in die Luft halten, ähnlich wie die allgegenwärtigen Aufnahmen von hochgehaltenen Smartphones heute. Die weitwinkligen Aufnahmen sind gut mit Bildern gemischt, die aus nächster Nähe aufgenommen wurden. Obwohl sie nicht so privat sind wie es ein offizieller Fotograf des Präsidenten erreichen könnte, gibt es viele intime Momente, in denen Kennedy sich zu den Menschen neigt, eine Begegnung mit einem deutschen Soldaten teilt oder einfach alleine am Mikrofon steht.
In einem Interview mit der BBC sagte Mack über die Fotosammlung: „… es war die beste Arbeit, die ich je gemacht habe.“ Er fügte hinzu: „Es war sehr herzlich und ich habe einfach nach dem besten Bild gesucht.“ Um das Buch zu erwerben, besuchen Sie die Website des University of Chicago Press.


