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Wetter in Hessen: Nach Hitze-September ziehen Starkregen und Gewitter auf

Wetter in Hessen: Nach Hitze-September ziehen Starkregen und Gewitter auf

Mit fast 32 Grad in der Spitze war der September in Hessen ungewöhnlich warm – auch ein 40 Jahre alter Rekord wurde gebrochen. Pünktlich zum Monatswechsel folgt ein Wetterumschwung. Doch auch dieser ist nicht von langer Dauer.

Eine Frau mit Regenschirm läuft bei Starkregen über eine Straße in der Innenstadt von Schwerin, Mecklenburg-Vorpommern.


Am Donnerstag gilt: Regenschirm nicht vergessen!
Bild © Jens Büttner/dpa


Mit einem Hitzerekord hat sich der September in Hessen verabschiedet: Am Mittwoch wurden in Runkel-Ennerich (Limburg-Weilburg) in der Spitze noch einmal 30,6 Grad gemessen. Das übertrifft den sogenannten „Dekadenrekord“ – den Spitzenwert, der bisher im Zeitraum vom 21. bis 30. September in Hessen gemessen wurde. Er stammte vom 21. September 1987 und wurde damals mit 30,2 Grad in Gernsheim (Groß-Gerau) erreicht. Auch in Frankfurt kletterten die Temperaturen am Mittwoch noch einmal über 30 Grad.

Solche heißen Temperaturen seien für Ende September „sehr ungewöhnlich“, sagt hr-Meteorologe Tim Staeger. „Das ist schon bemerkenswert.“ Die höchste Temperatur des Monats wurde am 7. September mit 31,9 Grad in Geisenheim (Rheingau-Taunus) gemessen.

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||hr


hessenschau Wetter vom 30.09.2026

Moderatorin mit Wetterdaten

Bild © hr


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Heiße Tage, kühle Nächte

Ein Rekord-September sei es insgesamt zwar nicht gewesen, sagt Staeger. In den Jahren 2023, 2016 und 1947 sei der September noch wärmer gewesen. Doch auch dieser September war laut Bilanz des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in Offenbach deutlich zu warm – mit im Schnitt 16,1 Grad lag er demnach 2,9 Grad über dem langjährigen Mittel. Auch der DWD spricht in diesem Zusammenhang von „ungewöhnlichen“ Temperaturen. Dazu bekamen die Hessen satte 198 Stunden Sonne ab – üblich waren im langjährigen Mittel nur 142 Sonnenstunden.

„Die Abweichungen nach oben häufen sich in Zeiten des Klimawandels“, sagt Staeger. „Selbst kühle Septembermonate liegen inzwischen auf einem Niveau wie früher die warmen.“

Dass es trotz der vielen heißen Tage in diesem Jahr kein „rekordverdächtiger“ September wurde, lag laut Staeger daran, dass die Hitze nicht den ganzen Monat über beständig anhielt. In den Nächten kühlte es teils deutlich ab, in Fulda etwa in der Nacht vom 25. September auf 0,5 Grad. In Muldenlagen gab es laut Staeger auch Luftfrost. Davon sprechen Meteorologen, wenn die Temperatur zwei Meter über dem Boden unter 0 Grad fällt.

Historisches Niedrigwasser im Rhein

Für Flüsse und Böden brachte der September nicht die erhoffte Entspannung: Mit 29 Litern pro Quadratmeter regnete es nur etwa halb so viel wie für einen September üblich gewesen wäre. Seit August sind die Pegelstände im Rhein historisch niedrig, die Schifffahrt stellt das vor große Probleme.

Laut Staeger gab es allerdings regional große Unterschiede: Während im südhessischen Biblis mit gerade einmal sechs Litern pro Quadratmeter nur 13 Prozent der üblichen Regenmenge fielen, waren es in Schwalmstadt-Treysa immerhin 85 Prozent. „Doch selbst dort ist das Soll nicht erreicht worden.“

Regenband zieht über Hessen – aber nur kurz

Der Oktober hingegen startet am Donnerstag mit einem Wetterumschwung: Die Ausläufer eines Tiefs bei Island bringen im Laufe des Tages von Westen laut Staeger „durchaus ergiebigen Regen“ nach Hessen. Im Westerwald und Taunus seien mehr als 30 Liter Regen möglich, mancherorts sogar bis zu 50 Liter, sagt der hr-Meteorologe. „Aber für alle gibt es Regen, in Osthessen allerdings etwas weniger.“ Laut Wettervorhersage könnte es örtlich auch zu Überschwemmungen kommen.

Aus Sicht der Böden sei der Regen zwar sehr erfreulich, aber letztlich wohl nicht viel mehr als der berühmte Tropfen auf den heißen Stein, sagt Staeger. Denn das Regenband ziehe schon in der Nacht wieder aus Hessen ab.

Goldene Oktoberwoche voraus

Am Freitag und dem Wochenende können sich die Hessen auf ruhigeres Wetter einstellen. Die erste Oktoberwoche wird dann laut Staeger „golden“. Mit bis zu 22 Grad am Wochenende bleibt es milder, aber weiterhin zu warm für diese Jahreszeit.

Dass sich die Situation auf den Flüssen jetzt schnell wieder entspannt, glaubt Staeger nicht. Die ausgetrocknete Vegetation und die Böden würden den Regen am Donnerstag schnell aufsaugen, viel davon werde in den Flüssen nicht ankommen. „Bis Mitte Oktober könnten sich die Pegelstände deshalb wieder verschärfen.“

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Quelle: https://www.hessenschau.de/panorama/wetter-in-hessen-nach-hitze-september-ziehen-starkregen-und-gewitter-auf-v1,wetter-september-bilanz-100.html

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