Die DFB-Doppelspitze lässt die Eintracht am Samstag am Sieg gegen den SC Freiburg schnuppern, die Gäste aber kommen verdientermaßen jeweils zurück. Aus Sicht der Frankfurter kann das Remis daher durchaus als Erfolg gewertet werden.

Jonathan Burkardt behauptet sich im Zweikampf.
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Eintracht Frankfurt gibt gegen den SC Freiburg zwar zwei Führungen her, kann mit dem 2:2 (2:1) im eigenen Stadion aber wohl trotzdem leben. Denn während die Breisgauer in der ersten Hälfte spielerische Vorteile hatten, ließ die Eintracht nach dem Seitenwechsel etwas mehr Chancen liegen.
Kurios: Die Mehrzahl an Toren fiel in den Spielabschnitten jeweils auf der anderen Seite. So brachte Younes Ebnoutalib die Hessen in Führung, ehe Derry Scherhant für den vorherigen Tabellenführer aus Freiburg (34.) und Jonathan Burkardt erneut für die Eintracht (36.) die weiteren Treffer vor der Pause erzielten. Den Endstand direkt nach dem Seitenwechsel besorgte Yuito Suzuki für die Gäste (48.).
Freiburg überlegen, Eintracht effizient
In Sachen Startelf hatte Trainer Adi Hütter die Rolle rückwärts vollführt. Heißt: Er kehrte in Abwesenheit des verletzten Jeremiaha Maluze (gezwungenermaßen) von einer Dreier- zur Viererabwehrkette zurück, schickte mit Ebnoutalib eine weitere Offensivkraft aufs Feld. Es sollte sich sofort lohnen.
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00:31 Min.|Tim Brockmeier
Der Bald-Nationalspieler, der gerade ein Fußballmärchen nach dem anderen erlebt, brachte die Hessen nach zehn Minuten mit dem ersten Abschluss in Führung. Ein langer Ball die Seitenlinie entlang, eine gekonnte Mitnahme von Burkardt, ein Pass zum mitgelaufenen Ritsu Doan und dessen herausragende Übersicht brachten Ebnoutalib in die Position, den Ball nur aus fünf Metern ins leere Tor schieben zu müssen. Es war bereits der vierte Saisontreffer des Frankfurter Angreifers.
Die Eintracht agierte einerseits scharf, lauerte stets auf hohe Ballgewinne und Umschaltmomente. Andererseits hatten die Gäste die fußballerische Dominanz inne. Der SC wirkte eingespielter, die Abläufe flüssiger. Dass Scherhant nach 34 Minuten den Ausgleich markierte, war daher keine Überraschung. Im Vorfeld hatte die Zuordnung in der Frankfurter Defensive nicht gepasst, gerade Elias Baum schien nicht optimal positioniert.
Eintracht macht Eintracht-Sachen
Die Eintracht aber machte Eintracht-Sachen – zumindest bezogen auf diese erste Hälfte. Denn auch der zweite Schuss zappelte direkt im Netz. Diesmal vollendete Burkardt eine Kopfball-Bogenlampe von Robin Koch, in dem er im Freiburger Fünfer in allerbester Stürmer-Manier seinen Körper zwischen Ball und drei Gegner stellte und die Kugel humorlos einschoss (36.). Da Eintracht-Torwart Noah Atubolu, der vor 23 Tagen noch Freiburg-Torwart war, einen Scherhant-Freistoß gegen den Pfosten lenkte (45.), ging es mit der knappen und schmeichelhaften Eintracht-Führung in die Pause.
Und danach? Machte die Eintracht erneut Eintracht-Sachen – diesmal bezogen auf das letzte Heimspiel. Wie schon bei der 1:4-Pleite gegen Augsburg versemmelten die Hessen auch jetzt die Anfangsminuten des zweiten Abschnitts. Der eingewechselte Oscar Höjlund vertändelte die Kugel an der Seitenlinie, Freiburg schaltete schnell um, nutzte die Unordnung in der Eintracht-Abwehr, sodass Suzuki am langen Pfosten freistehend einschießen konnte (48.).
Großchancen auf beiden Seiten
Doch die Eintracht fing sich, öffnete nicht wie vor zwei Wochen alle Abwehrschleusen, sondern hielt die Konzentration oben und damit gut dagegen. Scherhant probierte es noch mal für den SCF (55.), auf der anderen Seite scheiterte Doan aus der Drehung nur knapp (60.). Mit einer Systemanpassung ging nach einer knappen Stunde dann auch wieder mehr Griffigkeit bei der SGE einher.
Prompt vergaben Burkardt freistehend aus fünf Metern sowie Uzun mit der Pieke aus elf Metern binnen weniger Sekunden zwei Großchancen für die Gastgeber (65.). Als Uzun vier Minuten später nur das Außennetz traf, schien das Spiel kurzzeitig auf die Frankfurter Seite zu kippen. Doch auch die Freiburger hatten weiterhin ihre Aktien im Spiel, versteckten sich nicht, Lucas Höler köpfte knapp daneben (86.), sodass mit dem Remis am Ende wohl beide Teams leben konnten. Oder besser: leben mussten.
Quelle: https://www.hessenschau.de/sport/fussball/eintracht-frankfurt/zwei-fuehrungen-reichen-eintracht-frankfurt-nicht-zum-sieg-gegen-sc-freiburg-v1,eintracht-freiburg-spiel-102.html


