In Frankfurt hat es in der Nacht erneut Explosionen gegeben. In einem Café auf der Berger Straße und einer Shisha-Bar auf der Zeil kam es zu Detonationen. Erst in den vergangenen Tagen waren mehrere Sprengsätze in Frankfurt und Offenbach hochgegangen.
Auf der unteren Berger Straße sind die Spuren der Explosion deutlich zu erkennen.
Bild © Saskia Klingelschmitt (hr)
Gegen 4.20 Uhr am Donnerstagmorgen gab es laut Polizei zwei Explosionen in Frankfurt. Nach ersten Erkenntnissen explodierten Sprengsätze vor einem Acai-Café auf der Berger Straße im Stadtteil Nordend zwischen Herderstraße und Baumweg sowie einer Shisha-Bar auf der Zeil nahe dem Bürgeramt. Beide Gebäude wurden stark beschädigt, mehrere Scheiben gingen zu Bruch.

Ende des Videobeitrags
Die Detonation im Café „Rio“ war so mächtig, dass auf der Berger Straße auch eine gegenüberliegende Suppenbar, eine angrenzende Sparkasse und mindestens ein parkendes Auto beschädigt wurden. Zahlreiche Anwohner wurden von dem Detonationslärm aus dem Schlaf gerissen. Verletzt wurde offenbar niemand.
Kurz nach der Tat gab es nach hessenschau-Informationen am nahegelegenen Merianplatz eine Festnahme. Ob diese im Zusammenhang mit der Explosion stand, wollte die Polizei zunächst nicht kommentieren.
Der zweite Sprengsatz detonierte nur wenige hundert Meter entfernt vor der Shisha-Bar „Truth“ im östlichen Bereich der Zeil in der Innenstadt. Auf Bildern ist zu sehen, wie der Eingangsbereich zerstört wurde. Auch hier ist die Spurensicherung vor Ort.

Explosion am „Truth“-Cafe in Frankfurt
Bild © Saskia Klingelschmitt (hr)
Serie an Explosionen in kurzen Zeiträumen
Schon in den vergangenen Tagen war es zu mehreren Explosionen in Frankfurt und Offenbach gekommen. Am frühen Montagmorgen gab es eine Detonation an einem Mehrfamilienhaus in Frankfurt-Bockenheim.
Am frühen Sonntagmorgen knallte es zudem in Frankfurt Sachsenhausen und Offenbach. Eine Bar, ein Café und ein Kiosk wurden dabei beschädigt. Nach der Explosion in Sachsenhausen wurde ein 15 Jahre alter Tatverdächtiger festgenommen, er sitzt in U-Haft.
„Violence as a Service“
Immer wieder gab es in den letzten Wochen und Monaten zu Explosionen im Rhein-Main-Gebiet. Mehrere Taten werden von der Polizei der organisierten Kriminalität und dem Phänomen „Violence as a Service“ zugerechnet, bei dem Jugendliche und junge Erwachsene für die Taten gezielt angeworben werden.
Im März dieses Jahres war ein 20-jähriger Niederländer festgenommen worden, er an mehreren Explosionen beteiligt gewesen sein soll.
Quelle: https://www.hessenschau.de/panorama/erneut-explosionen-in-frankfurt—laeden-auf-berger-strasse-und-zeil-beschaedigt-v3,explosionen-frankfurt-100.html




