Kultur

Bad Hersfelder Festspiele mit 400.000 Euro Defizit – trotz erfolgreicher Saison

Bad Hersfelder Festspiele mit 400.000 Euro Defizit – trotz erfolgreicher Saison

Im Sommer als großer künstlerischer Erfolg gefeiert, präsentieren sie nun die Rechnung: Die 75. Festspiele in Bad Hersfeld haben nach einer ersten Bilanz der Stadt ein Minus von 400.000 Euro eingefahren. Die Gründe sind vielfältig.

Bad Hersfelder Festspiele mit 400.000 Euro Defizit – trotz erfolgreicher Saison


Das Musical „Something Rotten“ bei den 75. Bad Hersfelder Festspielen in der Stiftsruine in Bad Hersfeld war ein großer Erfolg – aber kostete extra.
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Die Bad Hersfelder Festspiele haben in ihrer Jubiläumssaison in diesem Jahr ein ordentliches Minus eingefahren. Das ergibt zumindest eine Hochrechnung im Risikobericht des Haupt- und Finanzausschusses der Stadt. Die endgültige Bilanz stehe zwar noch nicht fest, aber die Stadt rechnet nach eigenen Angaben mit einem Defizit von rund 400.000 Euro.

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|Paul Moosbacher

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Unter anderem die Kosten für das Erfolgsmusical „Something Rotten“ sollen einem Bericht der HNA zufolge aus dem Ruder gelaufen sein. Auch die Personalkosten seien an einigen Stellen deutlich höher ausgefallen als ursprünglich geplant. So sei etwa die Tontechnik teurer geworden, weil zu spät bemerkt worden sei, dass doch mehr Personal benötigt werde. Diese Arbeitskraft habe man dann teuer nachkaufen müssen. Zudem seien nicht so viele Sponsorengelder zusammengekommen wie gedacht.

Eine schlüssige Erklärung für das Defizit gab die Stadt in Person ihrer Bürgermeisterin Anke Hofmann (parteilos) dem hr auf Anfrage bislang nicht.

„Theatersommer voller Höhepunkte“

Die 75. Bad Hersfelder Festspiele waren Mitte August mit einer Abschluss-Gala mit viel Musik und Gesang in der Stiftsruine zu Ende gegangen. Künstlerisch und in Bezug auf die Zuschauerzahlen zog Intendantin Elke Hesse ein positives Fazit. 85.755 Menschen seien zu den Vorstellungen des renommierten Freilicht-Theaterfestivals gekommen.

Die Auslastung habe bei 88,2 Prozent gelegen. Der Etat lag bei 7,6 Millionen Euro und damit eine gute Million unter dem Etat des Vorjahres. In der Saison 2027 sei mit keinen weiteren Kürzungen zu rechnen, sagte Intendantin Hesse.

Auch die Bürgermeisterin sprach zum Abschluss der Festspiele von einem „Theatersommer voller Höhepunkte“ und zog ein „überaus positives Fazit“.

2027: Bühnenklassiker und „Ödipussi“ als Bühnenpremiere

Mit sieben Produktionen und neu interpretierten Bühnenklassikern starten die Bad Hersfelder Festspiele im Sommer 2027 in ihre 76. Saison. Die Festspiele laufen dann vom 18. Juni bis 15. August. Neu im Programm sind auf der Bühne in der Stiftsruine die Stücke „Jedermann wird Jedermensch“, „Im weißen Rössl“ und „Was ihr wollt“.

Auf der Nebenbühne in Schloss Eichhof stehen „Achtsam Morden Teil II“ und Loriots „Ödipussi“, erstmals als Bühnenfassung, auf dem Spielplan.

Im Rahmenprogramm wird Schauspiel-Star Lars Eidinger mit „Hauspostille“ ein Bühnenprogramm aus Rezitation und Gesang zu Bertolt Brechts berühmter Gedichtssammlung präsentieren. Der Schauspieler und hessische „Tatort“-Ermittler Ulrich Tukur spielt mit den „Rhythmus Boys“ ein Konzert.

Quelle: https://www.hessenschau.de/kultur/bad-hersfelder-festspiele-mit-400000-euro-defizit—trotz-erfolgreicher-saison-v1,defizit-festspiele-hersfeld-100.html

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