Drei Tage lang haben tausende Fans des belarussischen Musikers Max Korzh in Frankfurt gefeiert. Immer wieder wurde unerlaubt Feuerwerk gezündet. Die Polizei nahm Dutzende Menschen fest und verteilte viele Platzverweise.

Hunderte rote Bengalos fackelten die Korzh-Fans am Freitagabend in Frankfurt ab. (Symbolbild)
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Der belarussische Sänger und Songwriter Max Korzh ist einer der erfolgreichsten Musiker Osteuropas – entsprechend viele Fans reisten zu seinem Konzert in Frankfurt am Samstagabend an. Insgesamt 27.000 Menschen besuchten das Großevent im Waldstadion.

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Rund um das Konzert gab es seit Donnerstag immer wieder Fan-Ansammlungen in der Stadt, bei denen es zeitweise recht wild zuging, wie die Polizei am Sonntag berichtete. Tausendfach wurde unerlaubt Feuerwerk gezündet, mehrfach musste die Polizei eingreifen und die Feiernden zur Mäßigung aufrufen.
Insgesamt wurden 63 Menschen vorübergehend festgenommen und „eine Vielzahl von Platzverweisen“ ausgesprochen, wie die Beamten mitteilten. Zu Strafanzeigen kam es nach Angaben vom Montag in elf Fällen – hauptsächlich wegen Körperverletzungsdelikten unter den Fans und Widerstands gegen Polizeibeamte.

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Flashmob und Moshpits schon am Donnerstag
Bereits am Donnerstagabend ging es los: Auf der Zeil in der Innenstadt hörten etwa 500 Fans des Rappers, der sich in der Vergangenheit deutlich gegen den Ukraine-Krieg positioniert hatte, laut Musik und rempelten sich bei sogenannten Moshpits an.
Als aus der Menge heraus wiederholt Pyrotechnik abgeschossen wurde, löste die Polizei das Treiben gegen Mitternacht auf.

Max Korzh bei einem Auftritt im Jahr 2019.
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Am Freitag spielten sich ähnliche Szenen im Hafenpark am Mainufer ab – dieses Mal allerdings mit rund 2.000 Menschen. Laut Polizei hatten sich die Fans offenbar über die Sozialen Medien verabredet. Die teils stark betrunkenen Feiernden zündeten zahlreiche Bengalos an und schossen Feuerwerk aus der Menge ab.
Betrunken in den Main gestürzt
Ein Betrunkener fiel im Verlauf der unangemeldeten Massenparty in den Main, konnte sich aber selbst wieder ans Ufer retten. Dort wurde er von Sanitätern ambulant versorgt.
Nachdem die Polizei die Feiernden per Lautsprecher aufgefordert hatte, den Hafenpark zu verlassen, zogen mehrere hundert von ihnen zur Flößerbrücke. Dort zündeten sie unter lauten Gesängen gleichzeitig hunderte Bengalos.
Die Aktion ist unter anderem auf Instagram zu sehen:
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Aufnahmen auf Instagram aus Frankfurt vom Freitagabend.
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Nach dem Eintreffen der Polizei flohen die Feiernden zu Fuß. Später versammelten sich noch einmal 500 Fans in Alt-Sachsenhausen, um dort weiter zu feiern. Auch dort musste die Polizei wieder eingreifen, weil unerlaubt Feuerwerk gezündet wurde. Noch später in der Nacht zum Samstag blockierten etwa 50 Vermummte eine Straße unweit des Deutsche Bank Parks.
Fanmarsch am Samstag verboten
Nach diesem Vorspiel verbot die Polizei einen für Samstag geplanten Fanmarsch zum Stadion. Zwar kamen immer wieder kleinere Grüppchen im Stadtgebiet zusammen und zündelten mit Feuerwerk, die Beamten hätten dies aber unterbunden, hieß es in der Polizeimeldung. Auch die Einlasskontrollen im Stadion wurden intensiviert und „eine Vielzahl von pyrotechnischen Gegenständen“ sichergestellt.
Während des Konzerts mussten mehrere Menschen das Stadion verlassen, weil sie Bengalos gezündet hatten. Zudem habe es einige körperliche Auseinandersetzungen unter den Fans gegeben, auch Widerstand gegen Polizisten. Letztlich wurden am Samstag 63 Menschen festgenommen und zahlreiche Platzverweise ausgesprochen. 25 von ihnen durften schließlich nicht aufs Konzert. Für die übrigen 27.000 Fans verlief der Abend weitgehend friedlich.
Sendung:
hr INFO, 10.10.2026 08:00 Uhr / hessenschau.de, Feuerwerk und Festnahmen rund um Max-Korzh-Konzert, 12.10.2026, 14:11 Uhr / hr-fernsehen, hessenschau,
Quelle: hessenschau.de/Stefan Schiebelhuth, dpa/lhe
Quelle: https://www.hessenschau.de/panorama/bengalo-alarm-um-konzert-von-max-korzh-in-frankfurt-ueber-60-festnahmen-v6,bengalos-ffm-100.html

