Die Zahl der Badetoten in Hessen bleibt auch in diesem Sommer hoch. Unter den Opfern sind vor allem junge Menschen. Die meisten ertranken in Hessen im Hitze-Monat Juni.

Wasserretter der DLRG mussten vor allem im Hitze-Monat Juni zu vielen Einsätzen ausrücken.
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Zum Ende der Badesaison in Hessen hat die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) ihre Sommerbilanz gezogen. Demnach befanden sich unter den 18 Badetoten in Hessen 16 männliche und zwei weibliche Personen. Das ist ein Todesfall weniger als im gesamten Jahr 2025. Allerdings passierten im vergangenen Jahr zwei der Unglücksfälle erst nach September.
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00:26 Min.|Kathrin Austermann
Deutschlandweit verzeichnete die DLRG seit Jahresbeginn 320 tödliche Wasserunfälle, etwas weniger als im Vorjahreszeitraum (328).
In Hessen ertranken der Bilanz zufolge neun Menschen in einem Fluss, fünf in Seen und zwei im Schwimmbad. Eine Person kam in einem Bach ums Leben.
Meiste Fälle im Rekordhitze-Monat Juni
Die meisten Opfer wurden im Juni verzeichnet. Allein im Rekordhitze-Monat mit Temperaturen bis 41 Grad gab es sechs Badetote in Hessen. Im Juni 2025 waren es vier, im Juni 2024 ertrank ein Mensch.
Die lang anhaltenden hohen Temperaturen im vergangenen Juni „führten zu einem starken Andrang an den Gewässern“, teilte die DLRG am Mittwoch mit. „Gleichzeitig unterschätzten viele Menschen bestehende Risiken.“
Unter den Opfern ein Kind
Während die Zahl der Badetoten im Juli auf zwei sank, stieg sie im August wieder an auf vier. Darunter befand sich auch ein Kind: Ein Neunjähriger ertrank im August bei einer Ferienfreizeit im Twistesee bei Bad Arolsen (Waldeck-Frankenberg). Die Staatsanwaltschaft Kassel ermittelt wegen des Anfangsverdachts der fahrlässigen Tötung gegen einen Betreuer.
Sechs weitere Opfer waren ebenfalls junge Menschen. Zwei waren laut DLRG im Alter von elf bis 20 Jahren und vier im Alter von 21 bis 30 Jahren. Insgesamt sieben Badetote waren aus den Altersgruppen 31 bis 40 Jahre (vier Fälle) und 41 bis 50 Jahre (drei Fälle). Lediglich zwei Opfer waren älter als 70 Jahre alt.
Mehr Aufklärung könne dazu beitragen, die Zahl der Unfälle unter jungen Menschen zu senken, forderte die DLRG. Gemeinsam mit Partnern arbeite die DLRG bereits daran, „zu Beginn der nächsten Badesaison flächendeckend möglichst viele Menschen direkt für die Gefahren beim Baden und Schwimmen zu sensibilisieren“.

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Quelle: https://www.hessenschau.de/panorama/dlrg-bilanz-18-menschen-sind-2026-in-hessen-beim-baden-ertrunken-v1,badetote-sommerbilanz-2026-100.html


