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Eintracht Frankfurt: Adi Hütter grübelt über Personal und System

Eintracht Frankfurt: Adi Hütter grübelt über Personal und System

Eintracht-Trainer Adi Hütter zeigt sich mit dem Testsieg gegen Braunschweig zufrieden, sieht Fortschritte bei zwei Startelf-Kandidaten und verteilt ein Sonderlob an einen Teenager. Auf eine wesentliche Frage hat er jedoch (noch) keine Antwort.

Eintracht-Trainer Adi Hütter während des Testspiels gegen Braunschweig.


Eintracht-Trainer Adi Hütter sah einen „guten Probe-Galopp“.
Bild © IMAGO


Noch auf Trainingsplatz Vier im Schatten des Waldstadions schien Adi Hütter in die erste Analyse zu gehen. Minutenlang stand der Trainer von Eintracht Frankfurt da am Freitagnachmittag mit Mario Götze, angeregt unterhielten sie sich im Mittelkreis. Der emsige Platzwart räumte längst drumherum auf, die ungeduldigen Journalisten warteten am Rand. Es mag bestimmt nicht nur um den 4:0-Testspielsieg gegen Eintracht Braunschweig gegangen sein, vielleicht auch um die gerade abgehaltenen Kurzurlaube, sehr wohl aber schritten die beiden Herren am Ende zufrieden vom Feld. Hütter zog schließlich folgendes Mini-Fazit: „Ein guter Probe-Galopp. Ich habe gesehen, was ich sehen wollte.“

In Abwesenheit der Nationalspieler waren das neben einer guten Intensität, gelungenen Pass-Stafetten und vier Toren unter anderem die Leistungen der potenziellen Startelf-Spieler, die in der bisherigen Saison aus verschiedenen Gründen noch nicht richtig in Schwung gekommen sind. Namentlich: Ansgar Knauff und Nnamdi Collins. Während der vielseitige Knauff bisher noch keinen passenden Platz im Team finden konnte, fehlte Collins wochenlang verletzt. Nun sind beide wieder fit – und ernsthafte Startkandidaten für das Gastspiel kommenden Samstag in Leipzig.

Videobeitrag

hr-Reporter Daniel Schmitt.


hr-Reporter Daniel Schmitt.
Bild © hr


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Hütter grübelt über Angriffsbesetzung

Knauff spielte am rechten Flügel, erzielte ein Tor selbst und steuerte zwei Vorlagen bei. Collins räumte hinter ihm als rechter Part der Dreierabwehrkette resolut ab. „Ansgar hat auf sehr gutem Niveau gespielt, Nnamdi ist auch wieder richtig fit“, kommentierte Hütter.

Beide Profis profitieren davon, dass Hütter in der Systemfrage vorerst entschieden zu haben scheint. Passiert nicht völlig Überraschendes, werden die Hessen in die nächsten Spiele mit einer Dreierabwehrkette sowie zwei weiteren Schienenspielern auf den Außen gehen. Die Folge: Eine von bisher vier Offensivpositionen muss gestrichen werden. Doch wen trifft es?

Wer muss vorne weichen?

Den gerade zum Nationalstürmer gewordenen und voller Selbstvertrauen strotzenden Younes Ebnoutalib? Eher nicht. Leader Jonathan Burkardt? Auf keinen Fall. Insofern könnte es für einen der beiden Profis dahinter, die offensiven Mittelfeldspieler Ritsu Doan und Can Uzun, eng werden. „Nicht nur ihr beschäftigt euch mit dieser Frage“, sagte Hütter in Richtung der Reporter, „sondern ich auch.“ Da müsse er nicht um den heißen Brei herum reden. „Das wird meine Herausforderung sein.“ Eine ehrliche Antwort. Eine jedoch, die die Lösung verständlicherweise offen ließ.

Collins dürfte jedenfalls in der Abwehr an der Seite von Kapitän Robin Koch und Anführer Lilian Brassier einen Posten sicher haben, befindet sich Jeremiaha Maluze doch noch im Aufbautraining. Und Knauff könnte im Duell mit dem derzeit bei der deutschen U21 eingebundenen Elias Baum die Nase vorne haben.

Sonderlob für Talent Setordjie

Sicher noch kein Kandidat für den Frankfurter Kader ist dagegen Lawrence Setordjie. Ein Sonderlob holte sich das 18-jährige Offensivtalent, das im August vom Frankfurter Partnerverein Accra Lions aus Ghana ins Hessische gekommen war, dennoch ab. „Er war die positive Überraschung“, so Hütter.

Setordjies Spielberechtigung ist in Deutschland „aufgrund der für Drittstaatsangehörige geltenden aufenthalts- und beschäftigungsrechtlichen Bestimmungen“ auf den Profibereich beschränkt, wie die Eintracht mitteilte. Er kann demnach nicht im Ligabetrieb der U19 und U21 eingesetzt werden. Bei den Profis hat er Spieler wie Uzun, Doan oder Ayoube Amaimouni vor der Nase.

Der 18-jährige Lawrence Setordjie feierte sein Profi-Debüt.


Der 18-jährige Lawrence Setordjie feierte sein Profi-Debüt.
Bild © IMAGO


Quelle: https://www.hessenschau.de/sport/fussball/eintracht-frankfurt/eintracht-frankfurt-adi-huetter-gruebelt-ueber-personal-und-system-v1,eintracht-braunschweig-100.html

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